Keine Überflugrechte: No trespassing, Señor Maduro!
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Keine ÜberflugrechteNo trespassing, Señor Maduro!

Die USA haben nach Darstellung Venezuelas Präsident Nicolás Maduro eine Überfluggenehmigung verweigert. Das US-Aussenministerium schweigt.

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Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sagte am Donnerstag in einer ersten Reaktion, die USA könnten ihn nicht daran hindern, China zu besuchen.

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sagte am Donnerstag in einer ersten Reaktion, die USA könnten ihn nicht daran hindern, China zu besuchen.

Die USA haben nach Angaben der venezolanischen Regierung Präsident Nicolás Maduro die Überflugrechte über Puerto Rico für eine geplante China-Reise verweigert. Das erklärte Venezuelas Aussenminister Elías Jaua am Donnerstagabend in Caracas.

«Wir haben von den US-Behörden die Information erhalten, dass sie uns den Überflug über nordamerikanischen Luftraum verweigern», sagte Jaua. Der Minister sprach von einer weiteren Aggression des «US-Imperialismus» gegen die Regierung der bolivarischen Republik.

Am Freitag sollte Maduro fliegen

Seitens der USA gab es zunächst keine Bestätigung oder Begründung für die von Venezuela bekannt gegebene Entscheidung. Puerto Rico ist ein US-amerikanisches Aussengebiet.

Maduro sagte am Donnerstag in einer ersten Reaktion, die USA könnten ihn nicht daran hindern, China zu besuchen. «Einem Staatschef die Erlaubnis zum Überflug des Luftraumes eines Landes zu verweigern, das sie kolonisiert haben, ist ein schwerer Fehler», sagte Maduro, der am Samstag in China seinen Besuch beginnen und am Freitag von Caracas abfliegen wollte.

Venezuela spricht von «Aggression»

Aussenminister Jaua betonte, es gebe keinen Grund, den Überflug zu verweigern, deswegen betrachte Venezuela dies als Aggression. Die US-Entscheidung werde den Flug nach China nicht verhindern, sondern man werde andere Optionen für die Route suchen. Allerdings hoffe er auf eine Kurskorrektur der US-Behörden.

«Wir werden die Entwicklung der Dinge abwarten und streben danach, dass die höheren US-Behörden den Fehler korrigieren, den Subalterne begangen haben», sagte Jaua. Pläne für eine Verschiebung des Besuchs gibt es Jaua zufolge nicht - Caracas prüft stattdessen derzeit alternative Flugrouten.

Harzige Beziehung mit Venezuela und Bolivien

Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela sind schwierig. Seit 2010 gibt es in den Ländern keinen Botschafter des jeweiligen anderen Staaten mehr.

Anfang Juli hatte Boliviens Präsident Evo Morales ein ähnliches Schicksal ereilt, als er auf dem Rückflug von Moskau nach La Paz in Wien zwischenlanden musste. Damals hatten mehrere europäische Staaten Morales die Überflugrechte verweigert, weil sie - zu Unrecht - den Geheimdienst-Informanten Edward Snowden an Bord der Maschine vermutet hatten. (kle/sda)

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