Aktualisiert 04.10.2019 11:40

Stadt Zürich

Noah (19) eröffnet veganes Fine-Dining-Restaurant

Noah Rechsteiner ist erst 19 Jahre alt und eröffnet bereits sein erstes Pop-up-Restaurant. Dabei setzt er voll auf Nachhaltigkeit.

von
lar/wed
1 / 7
Noah Rechsteiner eröffnet am 11. Oktober sein erstes Pop-up-Restaurant im Zürcher Kreis 4.

Noah Rechsteiner eröffnet am 11. Oktober sein erstes Pop-up-Restaurant im Zürcher Kreis 4.

Zehn Wochen lang kocht der Jungkoch ein veganes 5-Gang-Menü, das er selbst entworfen hat und das 90 Franken kostet.

Zehn Wochen lang kocht der Jungkoch ein veganes 5-Gang-Menü, das er selbst entworfen hat und das 90 Franken kostet.

«Es gibt unter anderem ein Tomaten-Sashimi, einen Trüffelrisotto oder einen Harissa-Grillspiess», sagt Rechsteiner.

«Es gibt unter anderem ein Tomaten-Sashimi, einen Trüffelrisotto oder einen Harissa-Grillspiess», sagt Rechsteiner.

Nachhaltig, vegan und mitten im Szeneviertel – der 19-jährige Noah Rechsteiner eröffnet am 11. Oktober das Pop-up-Restaurant Anoah an der Brauerstrasse 37 im Kreis 4. Zehn Wochen lang bereitet der Jungkoch seinen Gästen ein veganes 5-Gang-Menü zu, das er selbst entworfen hat und das 90 Franken kostet.

«Es gibt unter anderem ein Tomaten-Sashimi, einen Trüffelrisotto oder einen Harissa-Grillspiess», sagt Noah. Die meisten Produkte seien biologisch angebaut, saisonal und wenn möglich aus der Region: «Exotische Früchte gibt es bei mir im Menü nicht – so wenig wie zuckerhaltige Softgetränke.» Zudem könne man mit einem fixen Menü den Food-Waste auf ein Minimum reduzieren.

Mit Gerichten ein Vorbild sein

Dass das Thema Nachhaltigkeit dem 19-Jährigen am Herzen liegt, zeigt sich auch in der Einrichtung des Pop-up-Restaurants: Speisekarten aus recyceltem Papier, Servietten aus Stoff, Uniformen aus Bio-Baumwolle und keine Getränke in PET-Flaschen. «Auch sämtliche Möbel sind nur ausgeliehen und nicht extra gekauft, damit sie nachher weder herumstehen noch entsorgt werden müssen.»

Noah ernährt sich seit rund einem Jahr pflanzlich und kocht inzwischen nur noch vegan. «Ich verurteile niemanden und möchte auch nicht missionieren. Ich möchte mit meinen Gerichten lediglich ein Vorbild sein», so der 19-Jährige. Ein Gericht ohne Fleisch könne genauso super schmecken. «Daher sind natürlich auch Nicht-Veganer herzlich willkommen – dann kann ich es ihnen beweisen.»

Idee entstand auf Asien-Reise

Die Idee für das Anoah-Projekt kam Noah auf einer Reise durch Asien: «Für mich ist das Konzept meine Idealvorstellung von einem Restaurant.» Sollte das Pop-up-Lokal ein Erfolg werden, könne er sich vorstellen, ein fixes Restaurant zu eröffnen. «Ich will aber auch noch weitere Erfahrungen als Koch im Ausland sammeln. Danach möchte ich die Hotelfachschule machen.»

Die Leidenschaft fürs Kochen entdeckte Noah schon früh: «Ich habe schon als Kind meinen Eltern beim Kochen geholfen.» Angefangen mit kleineren Gerichten, Salatsaucen oder Spaghetti, habe er schon nach kurzer Zeit ganze Menüs gekocht: «Ab diesem Zeitpunkt habe ich gewusst, dass ich meine Leidenschaft zum Beruf machen möchte», sagt der 19-Jährige. Es folgten eine Kochlehre im 5-Stern-Hotel Widder in Zürich und zwei Jobs auf Sylt (D) sowie auf den Färöern.

Noah's fruity Pancake

Ein Rezept für zwei Verliebte – oder solche die es noch werden wollen.

Zutaten

1 Stk. Banane

1 Stk. Nektarine / sonst eine Saisonale Frucht

---

1 Tasse Weissmehl

1 Tasse Sojamilch

1 Tasse Himbeeren (tiefgekühlt)

2 Pack Vanille Zucker

1 Pack Backpulver

Vorbereitung

- Die Banane schälen und in Scheiben schneiden

- Die Nektarine in dünne Schnitze schneiden

Zubereitung

- Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut mit einem Schwingbesen mischen

- Teig ca. 15 min gehen lassen

- Pancakes in einer Bratpfanne mit etwas Öl bei mittlerer Hitze ausbacken

Anrichten

- Auf einem Teller mit etwas Beeren, Bananen und Nektarinen garnieren

- Schmecken besonders gut zusammen mit Ahorn Sirup und Soja Natur Joghurt

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.