104 Millionen Dollar: Russischer Journalist versteigert Nobelpreis für ukrainische Kinder
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104 Millionen DollarRussischer Journalist versteigert Nobelpreis für ukrainische Kinder

In New York hat die Versteigerung der Friedensnobelpreismedaille des russischen Journalisten Dmitri Muratow einen Rekorderlös erzielt.  

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In New York versteigert: Eine Frau hält die Nobelpreismedaille in die Kamera. (20. Juni 2022)

In New York versteigert: Eine Frau hält die Nobelpreismedaille in die Kamera. (20. Juni 2022)

AFP/Kena Betancur
Rekorderlös erzielt: Der russische Journalist Dmitri Muratow präsentiert seine Medaille.

Rekorderlös erzielt: Der russische Journalist Dmitri Muratow präsentiert seine Medaille.

AFP/Kena Betancur
Der Erlös kommt ukrainischen Kindern zugute.

Der Erlös kommt ukrainischen Kindern zugute.

AFP/Kena Betancur

Der russische Journalist und Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow hat seine Nobelpreis-Medaille für 103,5 Millionen Dollar versteigert. Der bei der Auktion am Montag in New York erzielte Erlös soll geflüchteten ukrainischen Kindern zugutekommen. 

Den Zuschlag für die Medaille sicherte sich ein bisher anonym gebliebener Bieter per Telefon. Der Erlös der Versteigerung geht nach Angaben des Auktionshauses Heritage Auctions an das Hilfsprogramm für geflüchtete ukrainische Kinder des UNO-Kinderhilfswerks Unicef. Muratow ist der Chefredakteur der unabhängigen russischen Zeitung «Nowaja Gaseta». Ende März musste sie ihr Erscheinen einstellen, nachdem sie von den Behörden wegen ihrer Berichterstattung über die russische Invasion in der Ukraine mehrfach verwarnt worden war. Muratow war wegen seiner Verdienste um die Meinungsfreiheit im vergangenen Jahr gemeinsam mit der philippinischen Journalistin Maria Ressa mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. 

Im April wurde Muratow während einer Zugfahrt in Russland mit einer Mischung aus Ölfarbe und Aceton attackiert, was bei ihm nach eigenen Angaben «fürchterliches» Augenbrennen verursachte. Seit 2000 wurden insgesamt sechs Journalisten der «Nowaja Gaseta» im Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet – darunter im Jahr 2006 die Investigativreporterin Anna Politkowskaja. 

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Fragen und Antworten zum Krieg in der Ukraine (Staatssekretariat für Migration)

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Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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(AFP/chk)

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