Aktualisiert 04.05.2006 15:05

Noch 40 Tage: Köbis Team ist auf Kurs

40 Tage vor dem ersten WM-Gruppenspiel gegen Frankreich informierten SFV-Präsident Ralph Zloczower, Generalsekretär Peter Gillièron und Nationalcoach Jakob Kuhn über den bisher problemlosen Verlauf der Vorbereitungen.

Die Vorbereitung sei bisher nach Wunsch verlaufen, führte Kuhn aus. Mit den Testspielen gegen die Elfenbeinküste, Italien und China könne man die Gruppenspiele simulieren. «Ob es hilft, wird man natürlich erst nachher sehen. Aber es ist wichtig, auch hier eine klare Strategie zu haben», sagte der Selektionär.

Froh ist Kuhn vor allem über das von der FIFA verordnete vorzeitige Ende der Meisterschaften. Mehrere Schweizer Nationalspieler sind derzeit angeschlagen und können bis zum Beginn der WM ihre Blessuren auskurieren. Fehlende Spielpraxis sieht Kuhn in diesem Zusammenhang nicht als Nachteil. Ins Trainingslager nach Feusisberg werden mehr als die 23 zu benennenden Spieler einrücken, um bei eventuellen Ausfällen sofort bereit zu sein.

Freis Comeback

Alex Frei gab in der zweiten Equipe von Rennes sein Comeback und erreichte bei Fitnesstests bereits wieder sehr gute Werte. Auch von Abwehrchef Philippe Senderos gibt es positive Signale. Ein Arzt des SFV hatte den Arsenal-Profi am letzten Wochenende in London besucht und überbrachte die Botschaft, dass Senderos hoffe, am 17. Mai im Champions-League-Final gegen Barcelona spielen zu können. Die anderen von kleinere Blessuren geplagten Spieler werden am 15. Mai, am Tag der Bekanntgabe des WM-Kaders, in Magglingen Fitnesstests absolvieren.

Yakin wohl nicht dabei

Zwar sind einige Position zumindest in der Öffentlichkeit noch unklar. «Doch ich habe die Liste mit den 23 Spielern mehr oder weniger im Kopf», sagt Kuhn. Damit ist klar, dass Hakan Yakin wohl kaum mehr den Weg zurück in den Kreis der Nationalmannschaft finden wird. Offen ist vor allem die Position des dritten Torhüters. Der in Portugal engagierte Diego Benaglio scheint die beste Ausgangslage zu haben.

Den zuletzt verletzten Spielern sollen zusätzliche Trainings ermöglicht werden. Diese Akteure werden wohl in der Woche zwischen der Bekanntgabe des WM-Kaders und dem Einrücken ins WM-Camp in Feusisberg am 23. Mai mit dem U21-Team von Bernard Challandes trainieren, das am 18. Mai in Payerne spielt. Vor der «Nacht des Fussballs» am 22. Mai, die den Startpunkt zur finalen Kampagne bildet, stehen für die Nationalspieler letzte Fitnesstests unter der Aufsicht der zur 45-köpfigen Delegation zählenden drei Ärzte im Programm.

(si)

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