Steuerfragen: Noch ein designierter Minister muss bangen
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SteuerfragenNoch ein designierter Minister muss bangen

Der als US-Gesundheitsminister nominierte frühere Senator Tom Daschle ist wegen Steuerrückständen ins Kreuzfeuer geraten.

Er erklärte sich aber bereit, die ausstehende Summe von 128 203 Dollar (rund 148 000 Franken) nachzuzahlen - plus Zinsen von 11 964 Dollar (13 800 Franken). Dies geht aus Senats-Dokumenten hervor, die der Nachrichtenagentur AP vorliegen. Das Weisse Haus räumte am Freitag ein, dass im Zusammenhang mit Daschles Nominierung «ein paar Steuerprobleme» aufgetaucht seien. Diese würden jedoch mit Sicherheit gelöst.

Es wäre nicht das erste Mal, dass sich bei den designierten Ministern des neuen US-Präsidenten Barack Obama derartige Probleme ergeben. Der inzwischen bestätigte Finanzminister Timothy Geithner musste einräumen, dass er 34 000 Dollar in ausstehenden Steuern nachzuzahlen hatte. Dies hat ebenfalls Verzögerungen bei seiner Amtseinführung nach sich gezogen.

Daschle, der frühere demokratische Mehrheitsführer im Senat, hat den Unterlagen zufolge in den Jahren 2005 bis 2007 nicht alle seine Einkünfte bei den Steuerbehörden gemeldet. Dies hat der 61-Jährige aber nachgeholt, nachdem Obama ihm das Gesundheitsministerium angeboten hatte. Der Finanzausschuss des Senats wird sich am kommenden Montag hinter verschlossenen Türen mit der Nominierung Daschles befassen. (dapd)

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