Sizilien – Noch heftigere Unwetter bedrohen Süditalien

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SizilienNoch heftigere Unwetter bedrohen Süditalien

Nach den Unwettern der letzten Tage befürchtet die Bevölkerung auf Sizilien einen Hurricane mit tropischen Zügen.

von
Angela Rosser
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Erdrückende Wassermassen und Verwüstung soweit das Auge reicht.

Erdrückende Wassermassen und Verwüstung soweit das Auge reicht.

AFP
Die Hafenstadt Catania hatte mit enormen Wassermassen zu kämpfen.

Die Hafenstadt Catania hatte mit enormen Wassermassen zu kämpfen.

REUTERS
Regentechnisch war es in der Nacht auf Mittwoch endlich wieder relativ ruhig.

Regentechnisch war es in der Nacht auf Mittwoch endlich wieder relativ ruhig.

REUTERS

Darum gehts

  • Zwischen Malta und Sardinien formiert sich ein Sturm. Ein sogenannter «Medicane».

  • Der Bürgermeister liess vorsorglich die meisten Geschäfte schliessen.

  • Bei den starken Regenfällen und Unwettern der vergangenen Tage kam mindestens eine Mann ums Leben.

Nach den heftigen Regenfällen der letzten Tage war es über Nacht eher ruhig in der sizilianischen Hafenstadt Catania. Ruhe vor dem Sturm? Könnte sein. Denn jetzt ist die Angst vor einem sogenannten «Medicane» gross. Ein «Medicane» ist ein Wirbelsturm im Mittelmeerraum. Ein mediterraner Hurricane sozusagen. Zwischen den beiden Inseln Malta und Sizilien bildet sich schon eine Sturmfront, die im Verlauf der Woche tropische Züge annehmen könnte. Meteorologen warnen, dass das Schlimmste noch bevorstehen könnte. Der Leiter des italienischen Zivilschutzes, Fabrizio Curcio, rief die Bürger zur Wachsamkeit auf, wie «BR24» schreibt.

Zwei Todesopfer

Nach den verheerenden Waldbränden im Sommer, den heftigen Unwettern und dem erneuten Ausbruch des Ätnas, hoffen alle auf einen wettertechnisch ruhigeren Herbst. Die heftigen Regenfälle der vergangen Tage forderten auch schon Todesopfer. Ein 53-jähriger Mann starb in der Stadt Gravina, als er wohl mit seinem Auto steckenblieb, aussteigen wollte und von den Wassermassen mitgerissen wurde. In Catania wurde eine zweite Leiche geborgen. Ein Mann war gestorben, dessen Auto von den Wassermassen erfasst wurde. Laut Reuters gelte auch die Frau des toten 67-Jährigen als vermisst, die auch mit im Auto war.

Wegen überfluteten Häusern und Kellern gingen fast 200 Notrufe bei der örtlichen Feuerwehr ein. Der Bürgermeister von Catania, Salvo Pogliese liess aus Sicherheitsgründen die meisten Geschäfte schliessen. Jetzt hoffen alle, dass sich die Wetterlage wieder beruhigt und nicht noch höhere Wellen schlägt.

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