Aktualisiert 30.03.2013 18:33

Seit Dienstag vermisst

Noch immer keine Spur von Olivia Ostergaard

Seit Tagen sucht die «extrem besorgte» Zuger Polizei nach der 20-jährigen Olivia – bisher vergeblich. Ihr Verschwinden ruft sogar Reporter aus ihrem Heimatland Dänemark auf den Plan.

Das Verschwinden der dänischen Studentin Olivia Ostergaard gibt der Polizei in Zug Rätsel auf. Die 20-jährige ist seit Dienstagmorgen verschwunden, ein Zeugenaufruf und eine Suchaktion brachten bislang keine wichtigen neuen Erkenntnisse. Die Zuger Polizei veröffentlichte deswegen am Samstag einen neuen Zeugenaufruf.

Das rätselhafte Verschwinden der jungen Frau sorgt inzwischen in ihrer Heimat für Aufsehen. Gemäss dem Sprecher der Kantonspolizei Zug, Marcel Schlatter, trafen bereits mehrere Journalisten aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen in Zug ein. Die Polizei verschickte deswegen ihre Mitteilung vom Samstag in Deutsch und Englisch.

Natel bleibt abgeschaltet

Darin zeigte sich die Polizei «extrem besorgt» über das Verschwinden. Polizeisprecher Schlatter begründete dies am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA damit, dass es aus Sicht der Polizei «aussergewöhnlich ist, dass eine 20-Jährige seit vier Tagen ihr Handy nicht mehr bedient hat». Das Mobiltelefon sei ausgeschaltet und lasse sich auch nicht orten.

Olivia Ostergaard lebt gemäss Schlatter seit acht Jahren in der Schweiz und spricht auch Schweizerdeutsch. Die Studentin wollte am Dienstagmorgen nach Zürich zur Universität fahren.

Doch seit 5.30 Uhr, als sie ihre Wohnung verliess, fehlt von der jungen Frau jede Spur. Die Befragung von Mitstudenten ergab, dass die 20-Jährige nie an der Uni Zürich angekommen ist.

Bäche, Flüsse und Ufer abgesucht

Die Polizei suchte in Zug auch mit Hilfe von mehreren Polizeihunden, darunter ein Bluthund, unter anderem Bäche und Flüsse ab. Ein Polizeiboot fuhr ohne Ergebnis auch das Ufer des Zugersees ab. Schlatter betonte zugleich, die Polizei habe keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen wie eine Entführung.

Bereits am Donnerstag hatte die Zuger Polizei eine Vermisstmeldung veröffentlicht. Diese brachte nach Angaben Schlatters eine «Handvoll» Hinweise aus der Bevölkerung. Diesen wird noch nachgegangen, es haben sich aber bislang keine «relevanten neue Erkenntnisse» ergeben.

Am Samstag veröffentlichte die Polizei nun einen weiteren Aufruf und zusätzliche Fotos der Vermissten sowie eine detaillierte Personenbeschreibung. Gemäss Schlatter wurde Olivia Ostergaard auch bereits im Schengen-System zur Suche ausgeschrieben. (sda)

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