Aktualisiert 20.10.2011 14:38

Briefliche StimmabgabeNoch kein Trend zur Wahlbeteiligung

Ein Blick auf die Zahlen über die briefliche Stimmabgabe zeigt ein widersprüchliches Bild: In einigen Städten sind mehr Wahlcouverts eingetroffen als vor vier Jahren, in anderen deutlich weniger.

Am 23. Oktober 2011 wählt die Schweiz ihre National- und Ständeräte. Der Rücklauf der brieflichen Stimmcouverts hat in den letzten Wochen stark zugenommen - doch nicht überall ist er höher als bei den letzten Wahlen 2007. Dies geht aus einer Umfrage der Nachrichtenagentur sda bei Kantonen und Gemeinden hervor.

Einen markanten Zuwachs bei der brieflichen Stimmabgabe meldet die Stadtverwaltung Winterthur. 37,7 Prozent der Winterthurer haben bis am Donnerstagvormittag brieflich abgestimmt - ein plus von fast 8 Prozentpunkten gegenüber 2007.

Auch in der Stadt Basel haben im Vergleich mit den letzten Parlamentswahlen mehr Wahlberechtigte brieflich abgestimmt - 42,4 gegenüber 40,1 Prozent. Die Behörden rechnen wie 2007 mit einer Stimmbeteiligung von über 50 Prozent.

In der Stadt Zürich haben bis Mittwoch 71'400 Personen brieflich abgestimmt. 2007 waren zum selben Zeitpunkt erst 64'300 Umschläge eingetroffen.

Demgegenüber steht die Stadt Luzern, wo bis Mittwochabend nur 28 Prozent der Wahlberechtigten brieflich abgestimmt haben. 2007 und damit vor der Fusion mit der Vorortsgemeinde Littau - waren es noch 33 Prozent gewesen. Erwartet wird eine Stimmbeteiligung von 42 bis 45 Prozent (2007: rund 51 Prozent).

Auch in Lausanne wird mit einer um 2 bis 3 Prozentpunkte geringeren Wahlbeteiligung gerechnet. Nur rund 28,5 Prozent der Wahlberechtigten haben bis Mittwoch brieflich abgestimmt. Vor vier Jahren waren es fast 39 Prozent gewesen.

In grosser Zahl seien die Couverts erst mit Beginn dieser Woche eingetroffen, teilte die Lausanner Stadtverwaltung mit. Ähnlich tönt es in der Stadt Bern. Nach «zögerlichem» Beginn trafen in dieser Woche täglich «mehrere tausend Couverts» ein. (sda)

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