Aktualisiert 11.08.2009 21:40

UNONoch keine Einigung auf Burma-Resolution

Der UNO-Sicherheitsrat hat sich nach dem umstrittenen Urteil gegen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi vorerst nicht auf eine Verurteilung Burmas einigen können.

Eine von den USA vorgeschlagene Erklärung fand nach Auskunft des amtierenden Ratspräsidenten John Sawers am Dienstag (Ortszeit) «beachtliche Unterstützung». Einige Mitgliedsländer wollten jedoch erst Rücksprache mit ihren Regierungen halten, sagte Sawers nach der Sondersitzung vor Journalisten.

«Klarer Bruch» der Uno-Forderung

Der französische UNO-Botschafter Jean-Pierre Lacroix nannte das Urteil einen «klaren Bruch» der UNO-Forderung nach freien und fairen Wahlen in Burma. Er verwies darauf, dass die EU und der französische Präsident Nicholas Sarkozy sich für zusätzliche Sanktionen gegen das Regime ausgesprochen hätten. Darüber müsse geredet werden.

Die USA hatten nach Angaben ihrer UNO-Vertreterin Susan Rice in ihrem Textentwurf dafür plädiert, die Verlängerung des Hausarrests von Suu Kyi zu verurteilen und ihre sofortige Freilassung zu fordern. Der Termin für ein neues Treffen des höchsten UNO-Gremiums wurde zunächst nicht bekanntgegeben.

Suu Kyi war wegen eines angeblichen Verstosses gegen ihre Haftauflagen zu weiteren 18 Monaten Hausarrest verurteilt worden.

(sda)

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