Illegale Pornografie geteilt : Noch mehr Schweizer haben Ärger wegen FBI
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Illegale Pornografie geteilt Noch mehr Schweizer haben Ärger wegen FBI

Ein junger Zürcher hat andere davor gewarnt, illegale Sexvideos zu teilen. Während ihm einige nicht glaubten, teilten andere ihre Erfahrungen mit dem FBI und der Polizei.

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qll
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Ein 26-jähriger Zürcher musste am Montag bei der Stadtpolizei Zürich antraben. Er hatte nach eigenen Angaben aus Jux und ohne viel nachzudenken ein illegales Zoophilie-Video per Facebook-Messenger an zwei seiner Cousins weitergeleitet.

Ein 26-jähriger Zürcher musste am Montag bei der Stadtpolizei Zürich antraben. Er hatte nach eigenen Angaben aus Jux und ohne viel nachzudenken ein illegales Zoophilie-Video per Facebook-Messenger an zwei seiner Cousins weitergeleitet.

epa/Sascha Steinbach
Der junge Mann teilte sein Erlebnis in einer Facebook-Gruppe. Während ihm einige zuerst nicht glauben wollten, meldeten sich andere Facebook-User zu Wort.

Der junge Mann teilte sein Erlebnis in einer Facebook-Gruppe. Während ihm einige zuerst nicht glauben wollten, meldeten sich andere Facebook-User zu Wort.

Screenshot/Facebook
So hat ein junger Mann einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft veröffentlicht. Dazu schrieb er: «Für alle, die es nicht glauben.»

So hat ein junger Mann einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft veröffentlicht. Dazu schrieb er: «Für alle, die es nicht glauben.»

Screenshot/Facebook

Ein 26-jähriger Zürcher musste am Montag bei der Stadtpolizei Zürich antraben. Er hatte nach eigenen Angaben aus Jux und ohne viel nachzudenken ein illegales Zoophilie-Video per Facebook-Messenger an zwei seiner Cousins weitergeleitet. Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Mann Sex mit einem Esel hat. Das FBI liess den jungen Mann auffliegen. Nun muss er mit einem Verfahren rechnen.

Der Beschuldigte teilte sein Erlebnis in einer Facebook-Gruppe. Während ihm einige zuerst nicht glauben wollten, meldeten sich andere Facebook-User zu Wort. So hat ein junger Mann einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft veröffentlicht. Dazu schrieb er: «Für alle, die es nicht glauben.»

Mehrere Fälle

Darin heisst es unter Punkt 1.3.: «Harte Pornografie – sexuelle Handlungen mit Tieren und tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen – Art. 197 Abs. 5 StGB.» Der Fall ist aus dem Jahr 2017. Der Beschuldigte habe vorsätzlich ein Video mit tatsächlichen sexuellen Handlungen sowohl mit einem Tier als auch mit einem minderjährigen Jungen angeschaut.

Auf dem Video sei zu sehen, wie der Junge einen Esel von hinten penetriert.» Dabei handle es sich um «erkennbar verbotene Pornografie». Das Handy des Beschuldigten sei eingezogen worden und werde zugunsten der Staatskasse verwertet, allenfalls vernichtet.

Auch ein Zürcher hat Ärger mit dem FBI

Ans Licht kommen aber noch mehr Fälle. So schreibt eine junge Zürcherin: «Du wirst von Facebook angezeigt, er lügt nicht. Mein Bruder hat das Gleiche durchgemacht.» 20 Minuten hat die junge Zürcherin ebenfalls kontaktiert. Auch ihr Bruder flog durch das FBI auf. «Er hatte unter anderem meinem älteren Bruder über Facebook-Messenger zwei weitere Videos weitergeleitet und wurde dann von Facebook gesperrt. Eines zeigt einen Mann beim Oralsex mit einem Hund und ein anderes, wie ein minderjähriger Junge auf einen Erwachsenen ejakuliert.»

Als der Brief der Behörden im November 2018 ins Haus flatterte, hatte er den Vorfall auf Facebook schon längst vergessen. Auch ihr Bruder, der kurz davor 18 Jahre alt geworden war, habe sein Handy abgeben müssen. Daraufhin habe die Familie einen Anwalt eingeschaltet. «Mein Bruder erhielt sein Handy erst vor kurzem zurück. Er meinte aber, dass einer seiner Freunde wegen solcher Videos sein Handy schon zwei- oder dreimal abgeben musste und nicht zurückbekommen hat.»

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