Fall Hildebrand: Noch mehr SVP-Politiker verwickelt

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Fall HildebrandNoch mehr SVP-Politiker verwickelt

Im Fall Hildebrand sind mehr SVP-Politiker involviert als bis anhin vermutet – auch der Zürcher SVP-Kantonsrat Claudio Schmid. Derweil wird es für die «Weltwoche» immer brenzliger.

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dp

In der Affäre Hildebrand ist nach Nationalrat Christoph Blocher und dem Thurgauer Kantonsrat Hermann Lei ein weiterer Name eines SVP-Politikers aufgetaucht.

Der Zürcher SVP-Kantonsrat Claudio Schmid hat den entlassenen IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin R. T. beratend unterstützt. Ausserdem hat er laut der «NZZ am Sonntag» ein Treffen zwischen R. T. und zwei «Blick»-Journalisten arrangiert. Schmid habe seinem alten Freund R. T. davon abgeraten, Informationen aus der Bank herauszutragen.

CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer vermutet, dass noch mehr SVP-Köpfe hinter der Hildebrand-Attacke stecken, und ärgert sich über das Doppelspiel der Partei: «Auf der einen Seite verteidigen sie immer das Bankgeheimnis, auf der anderen Seite treten sie es mit Füssen, wenn Sie so unliebsame Personen aus dem Weg räumen können.»

Der Fall Hildebrand entwickelt sich auch zunehmend zu einem «Fall Weltwoche». «Die Staatsanwaltschaft muss die ‹Weltwoche› zwingend strafrechtlich verfolgen», forderte Ex-Staatsanwalt und Mafiajäger Paolo Bernasconi in der «SonntagsZeitung». «Weltwoche»-Chef Roger Köppel wehrt sich weiterhin mit aller Vehemenz gegen die Vorwürfe. Die Enthüllungen hätten die Nationalbank erstmals gezwungen, Fehler zuzugeben.

(dp/20 Minuten)

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