Unbekannte Tiere: Noch nicht entdeckt und schon gefährdet
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Unbekannte TiereNoch nicht entdeckt und schon gefährdet

Noch bevor man die geschätzten 48 Prozent der Amphibien und drei Prozent der Säugetiere entdecken kann, die noch unbekannt sind, könnten sie in den immer kleiner werdenden tropischen Wäldern aussterben.

Etwa 3050 Arten von Amphibien und 160 Spezies von Land-Säugetieren sind nach Modellrechnungen weltweit noch unentdeckt. Das entspricht 48 Prozent der Amphibien und drei Prozent der Säugetiere, wie ein internationales Forscherteam berichtet.

Die Zentren dieses heimlichen Artenreichtums seien die immer kleiner werdenden tropischen Waldgebiete der Erde, schreiben die Forscher um Xingli Giam von der Universität Princeton (USA) im Fachmagazin «Proceedings of The Royal Society B». Zahlreiche der unbekannten Arten könnten aber aussterben, bevor sie gefunden werden.

Die Wissenschaftler berücksichtigen für die Berechnungen die Rate der bisherigen Funde und die Intensität der Forschung in verschiedenen Regionen. Fast alle in den vergangenen Jahrzehnten neu gefundenen Arten mussten sofort in die Kategorie «gefährdet» eingestuft werden.

Der Grund dafür ist nicht nur der Rückgang ungestörter Lebensräume, sondern auch die Tatsache, dass die Arten, die den Augen der Wissenschaftler bisher entgangen waren, meist nur ein kleines Verbreitungsgebiet haben. Allein dies macht sie sehr anfällig.

Giam spricht von einer «perfekten Katastrophe». Denn: «Einerseits werden die Biotope, die die grösste Diversität haben, immer mehr verändert, so dass Arten aussterben werden. Andererseits kürzen Universitäten und Förderer immer mehr die Ausgaben für die Systematik und die Erforschung von Artenvielfalt, und es gibt wenig Aussicht darauf, dass sich dieser Trend umkehrt.» (sda)

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