US-Präsidentschaftswahl: «Noch nie war jemand für den Job so qualifiziert»
Aktualisiert

US-Präsidentschaftswahl«Noch nie war jemand für den Job so qualifiziert»

Barack Obama stellt sich offiziell hinter Clinton. Und eine prominente Senatorin sieht in ihr die perfekte Waffe gegen Trump.

von
sep
Langjährige Zusammenarbeit: Barack Obama ernennt 2008 die damalige US-Senatorin Hillary Rodham Clinton zu seiner Aussenministerin. (1. Dez. 2008)

Langjährige Zusammenarbeit: Barack Obama ernennt 2008 die damalige US-Senatorin Hillary Rodham Clinton zu seiner Aussenministerin. (1. Dez. 2008)

Keystone/Pablo Martinez Monsivais

Hillary Clinton erfährt für ihre Präsidentschaftskandidatur wichtige Unterstützung einer sehr prominenten Senatorin: Elizabeth Warren sprach sich in der Nacht zum Freitag öffentlich für sie aus.

«Ich bin für diesen Kampf bereit und werde alles tun, was ich kann, damit Hillary Clinton die nächste Präsidentin der USA wird - und um sicherzustellen, dass Donald Trump niemals einen Platz auch nur in der Nähe des Weissen Hauses bekommt», sagte die Senatorin von Massachusetts dem Sender MSNBC.

Warren ist für die Linke und den progressiven Teil der demokratischen Partei eine sehr wichtige Figur. Sie wird oft auch genannt, wenn es um Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten geht. Sie hat sich wiederholt vehement gegen Trump ausgesprochen, den wahrscheinlichen Kandidaten der Republikaner. Warren ist eine der wenigen, die ihm zum Beispiel auf Twitter Paroli bieten kann.

Obama steigt in Wahlkampf ein

Warrens Unterstützung ist für eine mögliche Einigung der Demokraten bedeutend, die nach einem auch innerparteilich harten Vorwahlkampf zwischen Clinton und Bernie Sanders in zwei Lager zu zerfallen drohen. Warren wird zugetraut, die Unterstützer des Linken Sanders für Clinton einzunehmen.

Zuvor hatte sich bereits US-Präsident Barack Obama hinter Clinton gestellt. Schon in den nächsten Tagen will er damit beginnen, Wahlkampf für Clinton zu machen. «Ich bin auf ihrer Seite», und er brenne darauf, mit ihr Wahlkampf zu machen, sagte Obama in einer Videobotschaft. In den Vorwahlen hätten dutzende Millionen Menschen ihre Meinung zum Ausdruck gebracht, «ich will nur meine hinzufügen». Er denke, dass «noch nie jemand so qualifiziert» für das Präsidentenamt gewesen sei wie Clinton.

Sanders gibt nicht auf

Damit machte Obama auch unmissverständlich klar, dass er das interne Rennen der Demokratischen Partei um die Präsidentschaftskandidatur für beendet hält. Kurz zuvor hatte er sich im Weissen Haus mit Senator Sanders getroffen und diesen offenbar davon zu überzeugen versucht, dass der Zeitpunkt für die Aufgabe seiner Präsidentschaftsambitionen gekommen sei.

Allerdings gab Sanders nicht nach und bekräftigte nach dem Treffen, dass er auch bei der letzten Vorwahl der Demokraten antreten werde. Diese findet am Dienstag in der Hauptstadt Washington statt. Zugleich kündigte der Senator aber auch an, dass er sich in «naher Zukunft» mit Clinton treffen werde. Dabei wolle er besprechen, «wie wir zusammenarbeiten können», um den voraussichtlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump zu besiegen. (sep/sda)

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