15 Prozent weniger Handys: Nokia leidet unter Rezession
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15 Prozent weniger HandysNokia leidet unter Rezession

Die Rezession verdirbt dem weltgrössten Handy-Hersteller Nokia das Geschäft. Das finnische Unternehmen gab am Donnerstag einen Gewinneinbruch von 66 Prozent auf 380 Millionen Euro im zweiten Quartal bekannt.

Der Umsatz verringerte sich um 25 Prozent auf 9,91 Milliarden Euro. Zugleich gab Nokia sein Ziel auf, in diesem Jahr seinen Marktanteil auszubauen. Das Unternehmen rechnet nun mit einem gegenüber 2008 unveränderten Anteil.

Im zweiten Quartal verkaufte Nokia 103 Millionen Handys, 15 Prozent weniger als im Vorjahr, aber etwas mehr als von Analysten erwartet. Der Durchschnittspreis für ein Handy des finnischen Herstellers verringerte sich binnen Jahresfrist von 74 auf 62 Euro.

Stärkster je registrierter Rückgang

Der weltweite Handy-Absatz ist in diesem Jahr wegen der Wirtschaftskrise deutlich zurückgegangen. Allein im ersten Quartal wurden 13 Prozent weniger Mobiltelefone verkauft. Nach Angaben von Marktexperten war dies der stärkste Rückgang seit Beginn der Handy-Produktion in den 1980er Jahren. Zwar behauptet sich Nokia in der Krise bisher besser als kleinere Konkurrenten, musste aber bereits zahlreiche Stellen streichen. Erst im März hatte Nokia angekündigt, weltweit weitere 1700 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. (dapd)

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