Torrance, USA - Nonne verjubelt 1 Million Dollar im Casino
Publiziert

Torrance, USANonne verjubelt im Casino 1 Million Dollar

Einst hatte sie ein Armutsgelübde abgegeben. Nun wurde eine Nonne in den USA bei der Veruntreuung von fast einer Million Dollar erwischt.

1 / 4
Eine katholische Nonne steht in Kalifornien vor Gericht. 

Eine katholische Nonne steht in Kalifornien vor Gericht.

Pexels/Mathieu Acker
Die 79-jährige Frau hatte mit veruntreutem Geld unter anderem ihre Spielsucht finanziert.

Die 79-jährige Frau hatte mit veruntreutem Geld unter anderem ihre Spielsucht finanziert.

imago images/Vichie81
Die Nonne arbeitete für eine katholische Schule in der Stadt Torrance. Aus deren Kasse stammten die veruntreuten Gelder.

Die Nonne arbeitete für eine katholische Schule in der Stadt Torrance. Aus deren Kasse stammten die veruntreuten Gelder.

imago images/William Perry / Dan

Darum gehts

  • In Kalifornien steht eine 79-jährige Nonne vor Gericht.

  • Die Frau arbeitete viele Jahre lang für die katholische Kirche im Bundesstaat.

  • Dabei soll sie Gelder abgezweigt und für Trips ins Casino missbraucht haben.

Eine spielsüchtige Nonne in Kalifornien soll über Jahre hinweg hunderttausende Dollar veruntreut haben, um damit Casino-Besuche und andere Privatausgaben zu bestreiten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Los Angeles wurde die 79-Jährige diese Wochen wegen Geldwäsche und Betrugs angeklagt. Demnach habe sie gestanden, mehr als 835’000 Dollar (umgerechnet rund 748’000 Franken) in die eigene Tasche gesteckt zu haben.

Die langjährige Rektorin einer katholischen Grundschule in der Stadt Torrance unterschlug über zehn Jahre hinweg Schul- und Spendengelder und fälschte die Rechnungsbücher. Das Defizit fiel erst viel später bei einer Überprüfung auf. Die Nonne, die einst ein Armutsgelübde ablegte, ist jetzt im Ruhestand.

Psychische Probleme standen am Anfang

Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft gab die Frau an, mit dem veruntreuten Geld «grosse Glücksspielausgaben» und Kreditkartenschulden bezahlt zu haben. Nach Angaben ihrer Anwälte wolle die Nonne vollauf mit den Behörden kooperieren, berichtete die «New York Times» am Mittwoch. Sie bereue ihre Tat. Die Anwälte erklärten, die Frau habe ihr ganzes Leben lang anderen geholfen, später aber psychische Probleme entwickelt, die ihr Urteilsvermögen getrübt hätten.

Am 1. Juli muss die 79-Jährige wieder vor Gericht erscheinen. Die beiden Vergehen könnten nach Angaben der Anklage mit einer Haft von maximal 40 Jahren belegt werden.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, eine psychische Erkrankung?

Hier findest du Hilfe:

Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

Kinderseele Schweiz, Beratung für psychisch belastete Eltern und ihre Angehörigen

Verein Postpartale Depression, Tel. 044 720 25 55

Angehörige.ch, Beratung und Anlaufstellen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

(DPA/pme)

Deine Meinung

3 Kommentare