Sizilien : Nonnen kehren schwanger vom Missionieren zurück
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Sizilien Nonnen kehren schwanger vom Missionieren zurück

Zwei Frauen, die in sizilianischen Orden tätig sind, waren auf Missionsreisen in Afrika. Es stellte sich heraus, dass sie sexuellen Kontakt hatten.

von
kat
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Zwei Nonnen hatten während ihrer Missionsreisen sexuellen Kontakt und wurden geschwängert. (Symboldbild)

Zwei Nonnen hatten während ihrer Missionsreisen sexuellen Kontakt und wurden geschwängert. (Symboldbild)

epa/Paulo Cunha
«Beide Frauen haben gegen das Keuschheitsgebot verstossen», zitiert «The Sun» eine nicht namentlich erwähnte Quelle aus Rom. (Symbolbild)

«Beide Frauen haben gegen das Keuschheitsgebot verstossen», zitiert «The Sun» eine nicht namentlich erwähnte Quelle aus Rom. (Symbolbild)

Pablo Gianinazzi
Die katholische Kirche hat eine Untersuchung der Vorfälle angeordnet. Anfang des Jahres hatte Papst Franziskus zugegeben, dass es im Rahmen der katholischen Kirche zur Vergewaltigungen vieler Nonnen gekommen sei.

Die katholische Kirche hat eine Untersuchung der Vorfälle angeordnet. Anfang des Jahres hatte Papst Franziskus zugegeben, dass es im Rahmen der katholischen Kirche zur Vergewaltigungen vieler Nonnen gekommen sei.

AP/Alessandra Tarantino

Der Fall sorgt in der katholischen Kirche für Aufruhr: Zwei Nonnen, die für verschiedene Orden in Sizilien tätig sind, kehrten schwanger von ihren Missionarsreisen aus Afrika heim. Bei einer der beiden Frauen handelt es sich laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA um eine Oberin, die ursprünglich aus Madagaskar stammt. Inzwischen sei die Nonne, deren Alter unbekannt sei, in ihr Heimatland zurückgekehrt.

Im zweiten Fall klagte eine 34-jährige Nonne einige Wochen nach ihrer Rückkehr über Bauchschmerzen. Nach einem Untersuch im Spital stellten die Ärzte eine Schwangerschaft fest. Die Frau wurde daraufhin von ihrem Kloster in Nebrodi nach Palermo verlegt. Aus kirchlichen Kreisen heisst es, dass sie sich im Hinblick auf ihre Mutterschaft aus der Ordensgemeinschaft lösen werde. Der Bürgermeister der nahegelegenen sizilianischen Gemeinde Militello sagte, im Dorf habe man auf diese Ereignisse schockiert reagiert.

In der Heimat geschwängert?

«Beide Frauen haben gegen das Keuschheitsgebot verstossen», zitiert «The Sun» eine nicht namentlich erwähnte Quelle aus Rom. Das Wohlergehen ihrer Kinder stehe nun aber an erster Stelle.

Die katholische Kirche hat eine Untersuchung der Vorfälle eingeleitet.Vermutet wird, dass die Frauen in ihren Heimatländern waren und dort der sexuelle Kontakt stattgefunden hat. Unklar ist, ob dies in einem gegenseitigen Einverständnis geschah.

Anfang des Jahres hatte Papst Franziskus zugegeben, dass es zur Vergewaltigung vieler Nonnen gekommen sei, und von einem «gravierenden Problem» gesprochen.

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