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Nackt gefundenNora (15) verhungerte alleine in einer verlassenen Plantage in Malaysia

Nora Quoirin starb im Regenwald von Malaysia. Ihre Leiche wurde nach einer zehntägigen Suche gefunden. Eine Gerichtsmedizinerin schliesst nun Fremdeinwirkung aus, zur grossen Enttäuschung ihrer Eltern.

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Nora Quoirin starb mit 15 Jahren auf Malaysia.

Nora Quoirin starb mit 15 Jahren auf Malaysia.

AFP
Sie verschwand aus einer Ferienanlage.

Sie verschwand aus einer Ferienanlage.

AFP
Über 200 Menschen beteiligten sich an der Suche.

Über 200 Menschen beteiligten sich an der Suche.

AFP

Darum gehts

  • Im August 2019 verschwand Nora Quoirin in einer Ferienanlage in Malaysia.

  • Wenige Tage später wurde sie tot aufgefunden.

  • Nun kommt eine Gerichtsmedizinerin zum Ergebnis, es habe keine Fremdeinwirkung gegeben.

  • Die 15-Jährige habe sich wohl im Urwald verirrt.

Eine malaysische Gerichtsmedizinerin hat Fremdverschulden beim Tod einer irisch-französischen Jugendlichen im vergangenen Jahr ausgeschlossen. Die Ermittlungen seien beendet, meldete am Montag die malaysische Nachrichtenagentur Bernama unter Berufung auf Behördenangaben.

Nora Quoirin habe sich wahrscheinlich verirrt, nachdem sie die Hütte ihrer Eltern in einer Ferienanlage im Urwald alleine verlassen habe, sagte Maimoonah Aid am Montag. Sie habe sich in einer verlassenen Palmölplantage verirrt.

Die 15-Jährige war am 4. August 2019 aus der Ferienanlage Dusun in der malaysischen Region Negeri Sembilan verschwunden. Nach einer grossangelegten Suche wurde ihre Leiche am 13. August neben einem Bach in einer Ölpalmen-Plantage entdeckt, etwa 2,5 Kilometer von der Ferienanlage entfernt.

An der Suche hatten sich mehr als 300 Einsatzkräfte und Freiwillige beteiligt. Für Hinweise auf den Verbleib ihrer Tochter setzten die Eltern 10’000 Euro Belohnung aus. Nach dem Fund der Leiche in rund 2,5 Kilometern Entfernung vom Hotel ergab eine Autopsie, dass das Mädchen verhungert war. Sie habe vom Hunger ausgelöste Magen-Darmblutungen erlitten, hiess es.

Nora Quoirin wurde nackt gefunden

Vor ihrem Verschwinden trug die Jugendliche nur Unterwäsche, ihre Leiche war allerdings unbekleidet. Maimoonah verwies auf die Behauptung der Eltern, dass dies auf einen möglichen sexuellen Übergriff hindeute, sagte aber, bei einer ausgiebigen Autopsie seien dafür keine Belege gefunden worden und auch keine Hinweise auf einen Kampf oder Ersticken.

Die Eltern hatten argumentiert, dass ihre Tochter wegen ihrer geistigen und körperlichen Behinderung nicht alleine davongelaufen wäre. Maimoonah sagte jedoch, das Mädchen habe sich wahrscheinlich in der Plantage verirrt.

Wie der «Guardian» berichtet, zeigten sich die Eltern nach dem Urteil «zutiefst enttäuscht». «Wieder einmal sehen wir, dass das Rechtssystem sich damit schwertut, die Schwächsten in unserer Gesellschaft zu unterstützen. Menschen mit Behinderungen werden nur oberflächlich unterstützt und nicht im Ausmass, das Kinder wie Nora wirklich wiederspiegelt.»

Hast du oder jemand, den du kennst, ein Kind verloren?

Hier findest du Hilfe:

Kindsverlust.ch, Tel. 031 333 33 60

Himmelskind.ch, für Akuthilfe und Trauerbegleitung

SIDS, nach plötzlichem Kindstod

Verein Regenbogen, Hilfe für trauernde Familien

Mein-Sternenkind.ch, für Väter

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirche

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

(DPA, AFP)

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