08.02.2017 17:27

250 Franken

Nora Illi wird wegen Nikab zur Kasse gebeten

Nora Illi verstiess letzten Sommer in Lugano gegen das Tessiner Verhüllungsverbot. Nun muss sie die Kosten dafür tragen.

von
qll
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Nora Illi, Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrats der Schweiz, trug nicht nur in Lugano, sondern auch in Locarno einen Nikab. Auf diesem Bild läuft sie am 1. Juli, dem Tag des Inkrafttretens des Verhüllungsverbots, über die Piazza Grande in Locarno.

Nora Illi, Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrats der Schweiz, trug nicht nur in Lugano, sondern auch in Locarno einen Nikab. Auf diesem Bild läuft sie am 1. Juli, dem Tag des Inkrafttretens des Verhüllungsverbots, über die Piazza Grande in Locarno.

Pablo Gianinazzi
Wer gegen das Verhüllungsverbot verstösst, muss mit einer Busse zwischen 100 und 1000 Franken rechnen.

Wer gegen das Verhüllungsverbot verstösst, muss mit einer Busse zwischen 100 und 1000 Franken rechnen.

Pablo Gianinazzi

Weil sie letzten Sommer gegen das Tessiner Burkaverbot verstiess, indem sie in der Stadt Lugano einen Nikab trug, muss Nora Illi eine Busse von 250 Franken bezahlen. Die Stadt Lugano habe sie im Januar darüber informiert, wie Illi zur «Luzerner Zeitung» sagt.

Illi sagt, sie werde die Busse jedoch anfechten. Sie sei bereit, notfalls auch vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg zu ziehen. Illi: «Das Tessiner Verhüllungsverbot schränkt mich in einer islamischen Kultushandlung und in meinem Recht auf Selbstbestimmung ein.»

Die Busse der Stadt Lugano ist nicht die einzige, die der Konvertitin droht. Als das Burkaverbot letzten Juli eingeführt wurde, lief Illi am Tag des Inkrafttretens des Verhüllungsverbots in ihrem Nikab über die Piazza Grande in Locarno. Dabei wurde sie von der Polizei angehalten. Die Stadt habe ihr bisher aber keine Busse zukommen lassen.

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