Aktualisiert 02.11.2011 13:36

Wegen Biografie

Nora verklagt Thomas Anders

Lange vorbei sind die Zeiten, als Modern-Talking-Star Thomas Anders seine Nora noch als Kettchen um den Hals trug. Jetzt ist seine Ex-Frau sauer. Schuld ist Anders' neue Biografie.

von
sim

Der ehemalige Modern-Talking-Sänger Thomas Anders ist von Ex-Frau Nora verklagt worden. Ein Sprecher des Landgerichts Koblenz bestätigte am Mittwoch auf dapd-Anfrage einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Wogegen sich die beantragte Eilverfügung richtet, blieb zunächst unklar. Der Sänger hatte seiner Ex-Frau in seiner Autobiografie «100 Prozent Anders» unter anderem Verschwendungssucht vorgeworfen.

Das Buch mit dem Untertitel «Mein Leben - und die Wahrheit über Modern Talking, Nora und Dieter Bohlen» war Mitte September erschienen. Bislang seien etwa 45 000 Exemplare verkauft worden, sagte die Leiterin des Verlags Edition Koch, Monika Koch, auf dapd-Anfrage in Innsbruck. Sie selbst habe noch nichts von einem Anwalt gehört. Die Klage richte sich zunächst gegen Anders persönlich.

Der Sänger und Nora Balling hatten 1984 geheiratet, er war 21, sie 20 Jahre alt. Während seiner Zeit bei Modern Talking hatte Anders mit einer goldenen «Nora»-Halskette viel Spott auf sich gezogen. 1998 liess sich das Paar scheiden.

Kritik am Luxusleben

In seinem Buch schrieb der Musiker: «Nora genoss das Leben in vollen Zügen - Geld spielte bei ihr keine Rolle. Sie benötigte im Monat mindestens 30 000 Mark, um überhaupt über die Runden zu kommen.» Die Querelen zwischen Nora und Dieter Bohlen hätten letztlich zum Ende von Modern Talking geführt.

Bis zum Erscheinen des Buchs hatten die Ex-Eheleute laut Anders aber ein gutes Verhältnis. «Wir telefonieren zweimal im Jahr, verstehen uns immer noch gut.» Nora wolle allerdings nicht mehr in der Öffentlichkeit stehen und habe mit diesem Kapitel abgeschlossen.

«Uns war schon klar, dass solche Autobiografien oft brisant sind», sagte Verlagsleiterin Koch. In einem Hinweis an die Leser wird zu Beginn des Buchs denn auch darauf hingewiesen, es könne «keinerlei Gewähr dafür übernommen werden, dass die Informationen in diesem Buch vollständig, wirksam und zutreffend sind».

(sim/dapd)

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