Aktualisiert 23.06.2017 10:09

Tod von US-StudentNordkorea dementiert Folter von Warmbier

Pyongyang habe den US-Studenten nach nationalem Recht und internationalen Standards behandelt, berichtet die landeseigene Nachrichtenagentur.

von
nag
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Otto Warmbier (4. von rechts) mit Mitgliedern seiner Reisegruppe und nordkoreanischen Kids beim Schneeballwerfen Ende Dezember 2015.

Otto Warmbier (4. von rechts) mit Mitgliedern seiner Reisegruppe und nordkoreanischen Kids beim Schneeballwerfen Ende Dezember 2015.

Screenshot Youtube/Austin Warmbier
Am 13. Juni 2017 kommt Otto Warmbier im Wachkoma am Lunken Airport in Cincinnati an. Eine Woche später stirbt der 22-Jährige. «Er hat seine Reise nach Hause abgeschlossen», sagt Warmbiers Vater Ted.

Am 13. Juni 2017 kommt Otto Warmbier im Wachkoma am Lunken Airport in Cincinnati an. Eine Woche später stirbt der 22-Jährige. «Er hat seine Reise nach Hause abgeschlossen», sagt Warmbiers Vater Ted.

AP/sam Greene
Am 29. Februar 2016 «gesteht» Warmbier, dass er ein Propagandaposter gestohlen hat und so Nordkorea «schaden» wollte.

Am 29. Februar 2016 «gesteht» Warmbier, dass er ein Propagandaposter gestohlen hat und so Nordkorea «schaden» wollte.

Nordkorea hat Vorwürfe dementiert, den gestorbenen US-Studenten Otto Warmbier während seiner Haftzeit brutal behandelt oder gefoltert zu haben. Die nordkoreanischen Behörden seien mit Warmbier gemäss nationalem Recht und internationalen Standards umgegangen, hiess es heute in einem Artikel der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA, die die erste offizielle Reaktion des abgeschotteten Landes auf den Tod des jungen Amerikaners darstellte.

Der Student war während einer Reise nach Nordkorea festgenommen worden, weil er ein Propagandaplakat gestohlen haben soll. Im März 2016 wurde er zu 15 Jahren Haft mit Zwangsarbeit verurteilt. Nordkorea hatte ihn vergangene Woche freigelassen. Dies sei aus humanitären Gründen geschehen, hatte Pyongyang mitgeteilt.

Anfang dieser Woche starb Warmbier im Spital, nachdem er nach Angaben seiner Eltern schon seit längerem im Koma gelegen hatte. Seine Angehörigen und andere machten Nordkorea für seinen Gesundheitszustand verantwortlich.

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