Heikle Übung: Nordkorea droht Südkorea mit Bombenangriffen
Aktualisiert

Heikle ÜbungNordkorea droht Südkorea mit Bombenangriffen

Südkorea hat am Montagmorgen eine Militärübung nahe der Seegrenze mit Nordkorea begonnen. Nordkorea hat dem Nachbarland mit Bombenangriffen gedroht, sollten die Gewässer des Nordens verletzt werden.

Südkoreanische Marinesoldaten auf dem Weg zur heiklen Militärübung.

Südkoreanische Marinesoldaten auf dem Weg zur heiklen Militärübung.

Die südkoreanische Marine hat am Montag eine Militärübung nahe der umstrittenen Seegrenze mit Nordkorea begonnen. Die Schiessübungen der Marineinfanterie im Gelben Meer dauerten knapp zwei Stunden, wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte.

Es handelte sich bereits um das zweite derartige Manöver in diesem Jahr. Die rund 1400 Bewohner der nahegelegenen Inseln wurden nach Behördenangaben in Bunkern in Sicherheit gebracht. Nordkorea war am Sonntag von südkoreanischen Vertretern im Grenzdorf Panmunjom über das geplante Manöver informiert worden.

Mit Bombenangriffen gedroht

Nordkorea drohte seinem Nachbarland daraufhin mit Bombenangriffen. Sollten die Truppen des Südens die Gewässer des Nordens verletzen, werde Pjöngjang von seinem Recht der Selbstverteidigung Gebrauch machen und «unverzüglich erbarmungslose Vergeltungsschläge» anordnen, teilte die nordkoreanische Armee mit.

Die Angriffe würden «tausend Mal schlimmer» sein als der Beschuss der Insel Yeonpyeong im November 2010, hiess es am Montag. Damals hatte die nordkoreanische Armee bei einer ähnlichen Übung das Feuer erwidert. Dabei starben vier Südkoreaner.

Parteitag im April

Die Führung in Pjöngjang kündigte unterdessen einen Parteitag der kommunistischen Arbeiterpartei für Mitte April an. Wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete, soll bei der Versammlung an das das «revolutionäre Leben und die Heldentaten» des langjährigen Machthabers Kim Jong-Il erinnert werden.

Kim war am 17. Dezember einem Herzinfarkt erlegen. Als Nachfolger rückte sein Sohn Kim Jong-Un an die Staatsspitze. Nach Einschätzung südkoreanischer Experten könnte er bei dem Parteitag zum Generalsekretär der Arbeiterpartei ernannt werden.

(sda)

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