Aktualisiert 16.02.2005 08:09

Nordkorea feiert Diktator

Nordkorea hat den 63. Geburtstag von Machthaber Kim Jong Il am Mittwoch mit neuen Aufrufen zur Stärkung des Militärs und Einheit gegen die USA begangen.

Anlässlich des wichtigsten Nationalfeiertags des Landes würdigten die staatlichen Medien Kim für dessen «Militär zuerst»- Doktrin (»songun») und riefen die 23 Millionen Nordkoreaner zur Unterstützung dieser Politik auf, um gegen angebliche Angriffspläne der USA gewappnet zu sein.

«Der Schutz der revolutionären Führung um jeden Preis ist der höchste Patriotismus und die erste Priorität unseres Militärs und des Volkes», hiess es nach Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap in einem Leitartikel der offiziellen Zeitung «Rodong Shinmun».

Bereits am Vorabend hatten nach Berichten amtlicher Medien führende Vertreter von Regierung, Militär und Partei Kim bei einem Treffen in Pjöngjang ihre Loyalität bekundet.

Nordkorea wirft den USA seit langem eine «feindselige Politik» vor. In der vergangenen Woche erklärte Nordkorea offiziell, über Atomwaffen zu verfügen. Auch zog es sich aus den internationalen Verhandlungen zum Stopp seines Atomprogramms zurück.

Kim war knapp drei Jahre nach dem Tod seines Vaters Kim Il Sung (1912-94) Generalsekretär der Arbeiterpartei und ein weiteres Jahr später - im September 1998 - auch Staatschef geworden. Der Titel des «Präsidenten» blieb bisher seinem Vater vorbehalten. Der Personenkult um den Vater vererbte sich auf den Sohn.

(sda)

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