Trotzreaktion: Nordkorea feuert Rakete von U-Boot aus ab

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TrotzreaktionNordkorea feuert Rakete von U-Boot aus ab

Einen Tag nach der Ankündigung von Südkorea, zusammen mit den USA ein Raketenschild aufzustellen, hat Nordkorea mit einem weiteren Test reagiert.

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chk
Meer vor der Hafenstadt Sinpo, 11:30 Uhr: Rakete wird in nordkoreanischem Gewässern gestartet. (Archivbild)

Meer vor der Hafenstadt Sinpo, 11:30 Uhr: Rakete wird in nordkoreanischem Gewässern gestartet. (Archivbild)

Keystone

Nordkorea hat südkoreanischen Angaben zufolge eine Rakete von einem U-Boot abgefeuert. Die ballistische Rakete startete am Samstag in den Gewässern vor der Hafenstadt Sinpo an der koreanischen Ostküste.

Dies berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die südkoreanische Militärführung. Die USA bestätigten den Raketenstart. Unklar war zunächst, ob er erfolgreich verlief. Erste Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass die Rakete über dem Meer abgestürzt sei, hiess es in einer Mitteilung des Pentagons.

Verletzung von UN-Resolutionen

Südkorea, Japan und die USA protestierten gegen den Test und erklärten, damit würden Resolutionen der Vereinten Nationen verletzt. Nordkorea hatte im Januar erneut einen Atomtest und in der Zeit danach mehrere Raketen getestet.

Erst am Freitag hatten sich Seoul und Washington auf die Stationierung eines gemeinsamen Raketenabwehrsystem (THAAD) auf südkoreanischem Boden geeinigt. Dies hatte aber den Protest Chinas zur Folge.

Eskalation

Der Konflikt um Nordkorea hatte sich bereits zugespitzt, als die USA am Mittwoch erstmals Sanktionen direkt gegen Machthaber Kim Jong Un verhängten. Unter Kim würden Millionen Nordkoreanern weiterhin unerträgliche Grausamkeiten zugefügt, hatte die US-Regierung erklärt. Dazu zählten Tötungen ohne Gerichtsurteil, Zwangsarbeit und Folter.

Die Sanktionen, die auch andere Spitzenvertreter des kommunistisch geführten Landes treffen, zielen auf Immobilienbesitz und andere Vermögenswerte ab, die sich in der US-Gerichtsbarkeit befinden. Nordkorea hatte das US-Vorgehen als «Kriegserklärung» bezeichnet und eine «scharfe Antwort» angekündigt. (chk/sda/afp)

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