«Designed in Pyongyang»: Nordkorea hat jetzt ein eigenes iPad

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«Designed in Pyongyang»Nordkorea hat jetzt ein eigenes iPad

Die nordkoreanische Firma Myohyang IT hat ein «iPad» auf den Markt gebracht. Mit dem bekannten Namensvetter hat das Gerät aber wenig gemeinsam.

von
tob
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Gestatten, das Ryonghung iPad. Gebaut wird die dreiste Namenskopie von der Firma Myohyang IT Company mit Sitz in der nordkoreanischen Hauptstadt Pyongyang. Dieses Inserat für das Gerät hat die Website Nknews.org ausgegraben.

Gestatten, das Ryonghung iPad. Gebaut wird die dreiste Namenskopie von der Firma Myohyang IT Company mit Sitz in der nordkoreanischen Hauptstadt Pyongyang. Dieses Inserat für das Gerät hat die Website Nknews.org ausgegraben.

nknews.org
Für das Nordkorea-iPad gibt es nur rund 40 Apps. Darunter Landwirtschafts- und Büro-Software und eine App namens Good Doctor 3.0.

Für das Nordkorea-iPad gibt es nur rund 40 Apps. Darunter Landwirtschafts- und Büro-Software und eine App namens Good Doctor 3.0.

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Es ist nicht das erste Mal, dass sich Nordkorea  bei Apple bedient. Und: Nein, das ist kein iMac, sondern ein Computer, der an einer Messe in Nordkorea gezeigt wurde.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Nordkorea bei Apple bedient. Und: Nein, das ist kein iMac, sondern ein Computer, der an einer Messe in Nordkorea gezeigt wurde.

«Designed in Pyongyang» statt «Designed in California»: Die Firma Myohyang IT Company mit Sitz in der nordkoreanischen Hauptstadt hat sich bei der Namenswahl für das Gerät von Apple inspirieren lassen. Der Tablet-artige PC heisst Ryonghung iPad.

Mit Apples High-Tech-Gerät hat der Minicomputer allerdings nur wenig gemein. Angetrieben wird das Teil von einem 1,2-GHZ-Prozessor und 1 GB RAM. Auch eine externe Tastatur wird mitgeliefert. Für persönliche Dateien stehen 8 GB Speicherplatz zur Verfügung.

Apple als Vorbild

Viel installieren lässt sich sowieso nicht. Immerhin gibt es für das iPad «über 40 Apps», wie es in der Anzeige heisst, die Nkews.org ausgegraben hat. Darunter Landwirtschafts- und Büro-Software und die App Good Doctor 3.0. Diese könne 1200 Krankheiten erkennen und entsprechende Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen, heisst es in dem Bericht.

Dass sich Nordkorea bei Apple bedient, ist kein Novum. So wurde vor einigen Jahren ein Desktop-PC gezeigt, der stark an den iMac erinnerte. Mit Red Star 3.0 gibt es auch ein ganzes Betriebssystem, das Apples OS X nachempfunden wurde. Ein Professor aus den USA hatte den OS-X-Klon im Jahr 2014 ausser Landes geschmuggelt und gezeigt, wie das Betriebssystem funktioniert.

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