Spannung steigen: Nordkorea ist bereit für den Satellitenstart
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Spannung steigenNordkorea ist bereit für den Satellitenstart

Heute soll der nordkoreanische Satellit bereits auf die Langstreckenrakete installiert werden. Westliche Regierungen vermuten einen unzulässigen Raketentest für das Atomprogramm.

Der Satellit soll anlässlich der Feiern zum 100. Geburtstag des Staatsgründers Kim Il-Sung in den Weltraum geschossen werden.

Der Satellit soll anlässlich der Feiern zum 100. Geburtstag des Staatsgründers Kim Il-Sung in den Weltraum geschossen werden.

Nordkorea hat nach eigenen Angaben alle Vorbereitungen für einen geplanten Satellitenstart abgeschlossen. Vertreter der Raumfahrtbehörde erklärten am Dienstag in Pjöngjang vor ausländischen Medien, der Start werde wie geplant stattfinden.

Noch am Dienstag solle der für den Abschuss ins All vorgesehene Beobachtungssatellit auf die Langstreckenrakete installiert werden, sagte Ryu Kum Chol von der nordkoreanischen Raumfahrtbehörde.

Für den Flug ins All sei ein «sicherer Weg» ausgewählt worden, ergänzte er. Die Rakete vom Typ Unha-3 sei im Notfall aber auch in der Lage, sich selbst zu zerstören.

Unzulässiger Raketentest

Der Satellit soll anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des Staatsgründers Kim Il-Sung zwischen Donnerstag und Montag in den Weltraum geschossen werden.

Mehrere westliche Regierungen sehen dahinter einen unzulässigen Raketentest für das nordkoreanische Atomprogramm. Nordkorea hatte jeweils wenige Monate vor den Atomtests im Oktober 2006 und Mai 2009 Langstreckenraketen getestet.

Russland verurteilte den geplanten Satellitenstart als Verstoss gegen UNO-Resolutionen. Ein Sprecher des Aussenministeriums in Moskau erklärte am Dienstag, die Pläne Pjöngjangs seien ein Beispiel dafür, dass Entscheidungen des Sicherheitsrats ignoriert würden. Die USA betrachten den Start als Test einer Rakete, die ihr Territorium erreichen könnte. (dapd)

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