Aktualisiert 28.03.2013 10:02

Mit Photoshop

Nordkorea klont Hovercrafts

Die Aufnahme einer Strand-Invasion sollte die Schlagkraft der nordkoreanischen Marine verdeutlichen. Doch der Schuss ging nach hinten los: Die Bild-Manipulation ist einfach zu plump.

von
gux

Nord- und Südkorea drehen munter weiter am Eskalationsrad: Als Antwort auf die letzte Woche beschlossene verstärkte militärische Zusammenarbeit zwischen den USA und Südkorea hat Pjöngjang die wichtigste militärische Telefonverbindung zum Nachbarland gekappt. Zugleich unterstrich das nordkoreanische Regime, ein Krieg zwischen beiden Ländern könne «jederzeit ausbrechen».

Dazu passt, dass die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA bereits am Dienstag ein Foto veröffentlichte, das die Durchschlagskraft der nordkoreanischen Armee in ihrer ganzen Pracht zeigen soll: sechs Luftkissenboote, so genannte Hovercrafts, donnern an einen unbekannten Uferabschnitt der Volksrepublik, zwei haben bereits Truppeneinheiten an Land gebracht. Die Botschaft ist klar: Wir sind zu allem entschlossen, und wir verfügen über allermodernstes Kriegsmaterial.

Militärexperten haben sich Bild und Hovercrafts genauer angesehen. Sie vermuten, dass das Bild digital manipuliert wurde. «Die acht Schiffe auf dem Foto sind digitale Klone», sagt Alan Taylor vom Magazin «The Atlantic». Ungereimtheiten bei den Lichtverhältnissen und dem Kielwasser bei den einzelnen Booten bestärkten die Experten in ihrem Verdacht. Es wäre nicht das erste Mal, dass Pjöngjang sich die Realität mit Photoshop schön retuschiert.

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