Transfer: Nordkorea lässt FC Wil weiter zappeln
Aktualisiert

TransferNordkorea lässt FC Wil weiter zappeln

Der FC Wil hat den Nordkoreaner Cha Jong Hyok verpflichtet – doch man wartet nun seit fast zwei Monaten auf ihn. Infos aus dem totalitären Staat gibt es kaum.

von
Sascha Schmid
Axel Thoma, Sportchef des FC Wil, hofft, dass der Nordkoreaner Cha Jong Hyok bald kommt. (Bild: sas)

Axel Thoma, Sportchef des FC Wil, hofft, dass der Nordkoreaner Cha Jong Hyok bald kommt. (Bild: sas)

Unterschrieben wurde der Vertrag mit dem nordkoreanischen Nationalspieler schon im September letzten Jahres. «Ich habe Videos von ihm gesehen, mit Cha geredet habe ich aber noch nie», sagt Alex Thoma, Sportchef des FC Wil. Anfang Juli hätte Cha in Wil eintreffen sollen, doch so weit ist es bis heute nicht gekommen. Der Grund ist unklar, denn die Kommunikation ins abgeschottete Land ist extrem umständlich. «Ich kann da nicht einfach anrufen. Informationen zu bekommen ist sehr schwierig.» Thoma ist nicht sicher, ob der Nordkoreaner überhaupt noch nach Wil kommt.

«Cha kommt – wenn nicht, hätte das die Botschaft sicher gesagt», sagt hingegen Spielervermittler Karl Messerli. Das Problem liege vermutlich in der nordkoreanischen Bürokratie. «Es gibt offenbar Änderungen beim Sportministerium. Weil Cha Nationalspieler ist, hat das Ganze auch eine politische Dimension», so Messerli. «Vielleicht wollen sie ihn jetzt gar nicht gehen lassen», mutmasst Thoma.

Dass es doch noch klappt, hofft nicht nur Sportchef Thoma, sondern auch Kim Kuk Jin, Chas Landsmann im Dienste des FC Wil. «So könnte ich wieder mal meine Muttersprache sprechen», so Kim.

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