Rakete mit Sprengkopf – Nordkorea meldet Test von Hyperschall-Rakete
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Rakete mit SprengkopfNordkorea meldet Test von Hyperschall-Rakete

Wie es Südkorea und Japan bereits vermutet haben, hat die selbst erklärte Atommacht bestätigt, einen Raketentest durchgeführt zu haben. Waffen dieser Art sind schwer abzufangen.

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Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichte ein Bild vom Start der Rakete. (5. Januar 2022)

Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichte ein Bild vom Start der Rakete. (5. Januar 2022)

Reuters
In Südkorea wird der Raketentest genau verfolgt. (5. Januar 2022)

In Südkorea wird der Raketentest genau verfolgt. (5. Januar 2022)

REUTERS

Darum gehts

  • Nordkorea startet das neue Jahr mit einem Raketentest.

  • Die getestete Rakete war mit einem Sprengkopf ausgestattet.

  • Man wollte sehen, wie sich die Rakete in winterlichen Verhältnissen verhält, heisst es gemäss staatlicher Nachrichtenagentur.

  • Nordkorea testet immer wieder Raketen – trotz Sanktionen.

Nordkorea hat nach eigenen Angaben erfolgreich eine Hyperschall-Rakete getestet. Die Rakete habe einen Sprengkopf transportiert, der «präzise ein Ziel in 700 Kilometern Entfernung getroffen habe», meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag. Der Test fand demnach am Vortag statt.

Der Test habe die Funktionsfähigkeit der Flugsteuerung und die «Stabilität der Rakete in der aktiven Flugphase bestätigt», erklärte KCNA. Ausserdem sei das «Kraftstoffampullensystem unter winterlichen Bedingungen» erfolgreich getestet worden.

Nordkorea hatte erstmals im vergangenen Jahr den erfolgreichen Test einer Hyperschall-Rakete gemeldet. Waffen dieser Art können mehr als die fünffache Schallgeschwindigkeit erreichen und sind im Flug manövrierfähig. So sind sie für die herkömmliche Luftabwehr schwer auszumachen und abzufangen.

Tests trotz Sanktionen

Am Mittwoch hatten Südkorea und die USA den Test einer mutmasslichen ballistischen Rakete durch Nordkorea gemeldet und scharf verurteilt. Nach Angaben aus Seoul war die Rakete östlich der koreanischen Halbinsel im Meer gelandet. «Dieser Start verstösst gegen mehrere Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und stellt eine Bedrohung für die Nachbarn Nordkoreas und die internationale Gemeinschaft dar», erklärte ein Sprecher des Aussenministeriums in Washington.

Trotz der von internationalen Sanktionen und der Corona-Pandemie befeuerten Wirtschaftskrise in Nordkorea hatte die Führung in Pyongyang im vergangenen Jahr zahlreiche grosse Waffentests vorgenommen. Einem Bericht der Vereinten Nationen im Oktober zufolge arbeitet Nordkorea trotz des internationalen Sanktionsregimes weiter an der Fortentwicklung seines Waffenprogramms.

Pyongyang unterliegt wegen seines Atom- und Raketenprogramms zahlreichen internationalen Sanktionen. Diplomatische Bemühungen der USA brachten in den vergangenen Jahren keinen Erfolg. Die Gespräche zwischen Washington und Pyongyang liegen nach dem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen Kim Jong-un und dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump 2019 weitgehend auf Eis.

In der vergangenen Woche hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un angekündigt, die militärischen Fähigkeiten seiner Streitkräfte weiter auszubauen.

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(AFP/roy)

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