Nordkorea provoziert die G-8 mit Raketentest
Aktualisiert

Nordkorea provoziert die G-8 mit Raketentest

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen hat Nordkorea am Donnerstag nach südkoreanischen Angaben zu Testzwecken eine unbekannte Zahl von Raketen abgefeuert.

In Seoul versucht nun das Verteidigungsministerium, Zahl und Typ der Raketen festzustellen.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf den Geheimdienst, dass wahrscheinlich zwei Raketen im Gelben Meer vor der Westküste Nordkoreas niedergegangen seien. Bei den Geschossen habe es sich vermutlich um Schiffszielraketen von kurzer Reichweite gehandelt.

Das Weisse Haus kritisierte den Versuch als «nicht konstruktiv». «Die USA und alle unsere Verbündeten glauben, dass Nordkorea Raketentests unterlassen sollte», sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Gordon Johndroe, in Heiligendamm am Rande des G-8- Gipfels. Nordkorea solle sich vielmehr auf die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel konzentrieren.

«Nordkorea unternimmt diese Raketentests mehrmals im Jahr», zitierte Yonhap einen Geheimdienstbeamten. Auch die jüngsten Tests würden als Teil von Truppenübungen in dem kommunistischen Nachbarland eingestuft.

Nordkorea habe bereits im Mai geplant, vor der Westküste eine Rakete zu starten. Nordkorea hatte am 25. Mai nach südkoreanischen Militärangaben mindestens eine Rakete über dem Japanischen Meer vor der Ostküste abgefeuert.

Wenige Monate vor seinem ersten unterirdischen Nukleartest im vergangenen Oktober hatte Nordkorea eine Reihe von ballistischen Raketen getestet, darunter auch eine Langstreckenrakete vom Typ Taepodong-2, die nach Angaben des amerikanischen Militärs einen nuklearen Sprengkopf bis an die Westküste der USA tragen könnte. (sda)

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