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USA als «grösster Feind»Nordkorea will Atomprogramm vorantreiben

Machthaber Kim Jong-un rechnet unter einem neuen Präsidenten in den USA nicht mit einer anderen Politik seinem Land gegenüber. Nordkorea müsse sich darauf konzentrieren, die «USA zu zerrütten», so Kim.

Sieht die USA als das «grösste Hindernis für unsere Revolution»: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un.

Sieht die USA als das «grösste Hindernis für unsere Revolution»: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un.

Foto: AFP

Weniger als zwei Wochen vor der Amtseinführung des gewählten US-Präsidenten Joe Biden, hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un die Vereinigten Staaten als «grössten Feind» seines Landes bezeichnet. Pjöngjang müsse sich darauf konzentrieren, die «USA zu zerrütten», sagte Kim laut Staatsmedienberichten am Samstag, beim Kongress, der von ihm geführten Partei der Arbeit Koreas. Die USA seien das «grösste Hindernis für unsere Revolution», fuhr Kim demnach fort.

Ohne Biden ausdrücklich zu nennen, sagte Kim laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA: «Egal wer (in den USA) an der Macht ist: Die wahre Wesensart ihrer Politik gegen Nordkorea wird sich niemals ändern.»

Kim und dem scheidenden US-Präsidenten Donald Trump war ein besonderes Verhältnis attestiert worden. Beide Staatenlenker hatten sich drei Mal persönlich getroffen. Das letzte Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim im Februar 2019 in Hanoi scheiterte jedoch. Seitdem liegen die Verhandlungen der US-Regierung mit Pjöngjang über einen Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms auf Eis. Auch die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea verschärften sich wieder.

Den künftigen US-Präsidenten Biden hat Kim in der Vergangenheit scharf attackiert. Unter anderem bezeichnete er den ehemaligen US-Vize-Präsidenten als «tollwütigen Hund». Biden wiederum charakterisierte den nordkoreanischen Machthaber während des US-Präsidentschaftswahlkampfs als «Verbrecher».

Kräfteverhältnis könnte sich ändern

Während des dreitägigen Parteikongresses äusserte sich Kim auch zu der Weiterentwicklung des nordkoreanischen Atom- sowie ballistischen Raketenprogramms. Das Land habe inzwischen die Pläne für ein atombetriebenes U-Boot abgeschlossen, sagte er. Entwürfe für ein solches U-Boot befänden sich in der «abschliessenden Überprüfungsphase».

Eine solche Waffe würde das strategische Kräfteverhältnis verändern, da sie es Pjöngjang ermöglichen würde, heimlich Raketen in die Nähe der US-Küste zu transportieren und damit die Vorwarnzeit vor einem möglichen Anschlag drastisch zu verkürzen.

(AFP)

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