Nordkoreaner müssen für Atomprogramm hungern
Aktualisiert

Nordkoreaner müssen für Atomprogramm hungern

Die US-Initiative zur Beilegung des Atomkonflikts mit Nordkorea ist gestern von einem neuen Raketentest des kommunistischen Staates überschattet worden.

Wie die südkoreanische Armee berichtete, wurde die Kurzstreckenrakete zur Mittagszeit vor der Ostküste ins Japanische Meer abgefeuert. «Wir sehen dies nicht als positives Zeichen», sagte ein Mitglied der japanischen Delegation auf dem Asien-Gipfel (Apec) in Bangkok.

Am Rande des Gipfels wiederholte US-Aussenminister Colin Powell das Versprechen von US-Präsident George W. Bush, sein Land plane keine militärische Intervention und sei zu Sicherheitsgarantien bereit. «Niemand auf dieser Konferenz droht Nordkorea», sagte er.

Powell machte Nordkorea in einer Rede schwere Vorwürfe, auf Kosten seines Atomprogramms die Bevölkerung hungern zu lassen: «Man kann Plutonium nicht essen. Es wächst kein Getreidekorn, nur weil in irgendeinem Bunker eine Atomwaffe versteckt ist.» Das Schicksal des nordkoreanischen Volkes werde verspielt. Zugleich äusserte Powell die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung. (dapd)

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