Aktualisiert 05.04.2007 09:24

Nordpol-Expedition mit Zeppelin

Deutsche Forscher wollen mit einem Zeppelin den Nordpol überqueren, um erstmals lückenlos die Eisdicke zwischen Kanada und Sibirien zu vermessen.

Das Luftschiff, das im nächsten Jahr starten soll, werde dazu mit einer vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut entwickelten Sonde ausgerüstet, teilte das Institut am Donnerstag mit. Es soll im April 2008 von Spitzbergen (Norwegen) aus über den Nordpol zur kanadischen Küste und weiter nach Alaska fliegen.

Die Entwicklung der Eisbedeckung in den Polarmeeren gehöre zu den Schlüsselfragen der Klimaforschung und zähle damit zu den zentralen Forschungsthemen im internationalen Polarjahr 2007/2008. Ziel sei es, erstmals ein kontinuierliches Profil der Eisdicken von der kanadischen Küste über den Nordpol bis zur sibirischen Arktis zu erstellen, sagte Christian Haas, Geophysiker des Instituts.

Während die eisbedeckte Fläche im Arktischen Ozean stark abnehme, nehme sie in der Antarktis zu. «Über die regionale Verteilung der Eisdicke in Arktis und Antarktis und ihre zeitliche Veränderung ist fast nichts bekannt.»

Bereits in diesem Monat werden Wissenschaftler im Rahmen des PoleAirship-Projekts ohne Luftschiff zum Nordpol aufbrechen, um mit Hilfe eines Helikopters einen ersten Datensatz zu erstellen. Dabei werden auch Taucher und ein ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug eingesetzt.

(sda)

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