Neues Parlament: Norwegen wählt
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Neues ParlamentNorwegen wählt

Die Norweger wählen am Montag ein neues Parlament. Noch am Sonntag hatten sich Ministerpräsident Jens Stoltenberg und seine konservative Herausforderin Siv Jensen ein Duell geliefert.

Die Abstimmung begann bereits in rund 200 Gemeinden am Sonntag, am Montag waren die Wahllokale von 09.00 bis 21.00 Uhr geöffnet. Die 3,6 Millionen Wähler entscheiden über 169 Parlamentsmandate.

Stoltenbergs Arbeiterpartei führt bislang eine Mitte-links-Koalition, die Umfragen zufolge um drei Sitze die Regierungsmehrheit von 85 Mandaten verfehlen könnte. Jensens rechtsgerichtete Fortschrittspartei ist es aber bislang nicht gelungen, eine mehrheitsfähige Bündnisalternative zu präsentieren.

Einer am Samstag veröffentlichten TNS-Gallup-Umfrage zufolge kann die Mitte-links-Regierung aus DnA, Sozialistischer Linkspartei (SV) und Zentrumspartei (Sp) mit 82 Mandaten rechnen. Die FrP kam in der Umfrage als grösste Oppositionspartei auf 39 Sitze, während Konservative (H), Christliche Volkspartei (KrF) und Liberale (V) zusammen mit 48 Sitzen rechnen können. Sowohl Christdemokraten als auch Liberale haben eine Koalition mit der Fortschrittspartei ausgeschlossen, vor allem wegen Differenzen über die Einwanderungspolitik.

Norwegen ist dank seiner Einnahmen aus dem Ölgeschäft von der weltweiten Wirtschaftskrise weitgehend verschont geblieben. Die Arbeitslosenrate liegt bei drei Prozent, sie ist damit eine der niedrigsten in Europa. Seit Anfang der 70er Jahre ist die Einwanderung um den Faktor fünf gestiegen - mehr als zehn Prozent der 4,8 Millionen Einwohner des Landes kommen inzwischen aus dem Ausland. (dapd)

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