Aktualisiert 13.11.2007 22:07

Notaufnahmen: Randale von betrunkenen Patienten

Regelmässig randalieren Notfallpatienten in Ostschweizer Spitälern. Die Polizei ist an den Wochenenden Dauergast. Ein ständiger Sicherheitsdienst wird geprüft.

«Der Trend, sich bis ins Koma zu trinken, nimmt allmählich gefährliche Ausmasse an», sagt Jochen Steinberger, Leiter der Notfallstation des Spitals Grabs. Eingewiesene Patienten mit hohem Alkoholpegel richten mit ihrem aggressiven Verhalten oft Sachschäden an und attackieren vermehrt auch das Personal. «Wir hatten unlängst einen Messerangriff gegen anwesende Polizisten», so Chefarzt Joseph Osterwalder vom Kantonsspital St.Gallen.

Diese sind an Wochenenden immer in Rufweite und werden immer häufiger auch gebraucht. Auch Maurus Pfister, Chefarzt Innere Medizin am Spital Rorschach, klagt: «An den Wochenenden wird häufig randaliert. Die Patienten zerschlagen Spiegel oder reissen sich die Infusion vom Arm, um mit der Flasche zu werfen.»

Laut Osterwalder reagiert das Spital auf die zunehmende Aggressivität: «Wir werden an Silvester ständig zwei Securitas-Leute bei uns haben.» Ziemlich sicher werde zudem in absehbarer Zeit ein ständig anwesender Sicherheitsdienst eingerichtet.

Marina Omaljev

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