Bettler Basel-Stadt: Notdurft-Problem in Basel sorgt für Ärger
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Bettler Basel-StadtNotdurft-Problem in Basel sorgt für Ärger

Seit Mitte Oktober sorgen Schilder in Basel für Furore. Sie beziehen sich auf Bettler, die sich seit dem 1. Juli vermehrt in Basel-Stadt aufhalten und ihre Notdurft in den Parks verrichten. In der Nacht schlafen sie im Freien. Die Spaziergänger sind genervt und Politiker sorgen sich um das Image der Stadt.

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Bei beissender Kälte müssen diese Bettler ihre Nächte im Freien verbringen. In grossen Gruppen kann man sie unter anderem unter der Brücke in der Nähe vom Heuwaage Viadukt und im De-Wette Park sehen. Was im Juli als saisonales Phänomen bezeichnet wurde, entwickelt sich nun zu einem grossen Problem. Die SP-Basel sorgt sich gar um den Ruf der Stadt. Eine Notlage, die Basel jetzt spaltet. Während die eine Seite nach Lösungen für die Betroffenen sucht, sorgt das grosse Bettler-Aufkommen und seine Begleiterscheinungen bei den Spaziergängern für Ärger.

Beda Baumgartner, Vizepräsident SP-Basel meint: «Die Frage stellt sich, wie wir als offene, soziale und moderne Stadtgesellschaft mit diesen Personen umgehen, die vorübergehend in Basel sind, um Einkommen via Betteln zu generieren, und dabei in Lebensumständen leben, die einer humanitären Notlage gleichkommen. Auf diese Frage braucht es auch Antworten, da im kommenden Winter möglicherweise auch Bettler und Bettlerinnen in Basel sein werden.»

Die SVP möchte das Bettelverbot wieder einführen

Pascal Messerli, SVP-Fraktionspräsident Basel-Stadt meint: «Die Situation in Basel-Stadt ist momentan untragbar. Wir haben in jedem Ecken Bettlerinnen und Bettler, die auch sehr aufdringlich sind. Sie stören auch die Passanten. Das ist nur, weil man im Sommer das Bettelverbot aufgehoben hat. Erst seit dann, habe wir diesen untragbaren Zustand. Es ist höchste Zeit, dass wir das Bettelverbot wieder Einführen.»

Die Stadt kann auch nicht mehr machen

Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt meint: «Wir haben den Gruppen, die dort übernachteten, erklärt, dass sie sich tagsüber nicht im Park aufhalten dürfen und alles wegräumen müssen, was sie nachts allenfalls benötigt haben.»

Mehr kann die Stadt aber auch nicht machen. Das Schlafen im Freien sei in Basel nicht verboten. So ist auch die zweite Motion der SVP, die ein Übernachtungsverbot einführen wollte im Grossen Rat gescheitert.

Sozialhilfe Basel-Stadt: 079 368 05 19

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