Aktualisiert

Kanton St.GallenNotfallkonzept für Flüchtlingsströme

St.Gallen bereitet sich auf wachsende Flüchtlingsströme vor. Zivilschutzanlagen und eine Operationsstelle werden vorbereitet.

Der Kanton St. Gallen will vorbereitet sein, falls die Flüchtlingsströme zunehmen. Notfallpläne wurden dafür erstellt.

Der Kanton St. Gallen will vorbereitet sein, falls die Flüchtlingsströme zunehmen. Notfallpläne wurden dafür erstellt.

Die Planungsarbeiten und die zusätzlichen Kapazitäten sollen den Bund entlasten und ihn in der Bewältigung seiner Aufgaben unterstützen, teilte das Sicherheits- und Justizdepartement am Mittwoch mit.

Falls eine Verlagerung der Migrationsströme erfolge, sei der Kanton St. Gallen an der östlichen Landesgrenze unmittelbar tangiert. Deshalb sei der kantonalen Führungsstab beauftragt worden, Vorbereitungen zur Bewältigung der Ankunft von bis zu 1000 Personen pro Tag zu treffen.

Betreuung und medizinische Versorgung

Unter anderem sollen Transporte, die vorübergehende Unterbringung in Notunterkünfte oder die medizinische Versorgung organisiert werden. Bei dieser Eventualplanung handle es sich um ein Notfallkonzept zur Unterstützung des Bundes bei der sogenannten «Voraufnahme». Es beinhaltet die Unterbringung und Betreuung von Asylsuchenden, bevor sie in ein Empfangszentrum des Bundes eintreten können.

Dafür werden nun Zivilschutzanlagen im Rheintal, im Werdenberg und im Sarganserland sowie eine geschützte Operationsstelle des Spitals Walenstadt vorbereitet. Für den Betrieb dieser Anlagen und die Betreuung der Asylsuchenden werden Angehörige des Zivilschutzes aufgeboten. Die Regierung hat deren Einsatz vorläufig bis Ende März 2016 befristet.

Angebote werden angerechnet

Die «Voraufnahme» von Asylsuchenden wird dem Kanton St. Gallen beim Verteilschlüssel angerechnet. Der Kanton muss deshalb prozentual weniger Asylsuchende von den Bundeszentren übernehmen, als ihm nach dem Bevölkerungsanteil zukommen würde.

(SDA)

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