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Jumbo-DramaNotlandung nach Explosion in 12 000 Metern Höhe

Auf dem Flug nach Australien haben die 345 Passagiere einer Boeing den Schock ihres Leben erlitten: Nach einem lauten Knall klaffte plötzlich in 12 000 Metern Höhe ein Loch im Rumpf des Flugzeugs.

Die Maschine der australischen Gesellschaft Qantas war auf dem Weg von London nach Melbourne. Die Piloten entschlossen sich zur Notlandung auf den Philippinen. Von den 345 Menschen an Bord wurde niemand verletzt.

Ein Flughafensprecher in Manila sagte, es sei ein Loch mit einem Durchmesser von 2,5 bis 3 Metern entstanden, das derzeit von Experten untersucht werde. Im Anschluss an die Explosion habe der Boden der Maschine nachgegeben, und ein Teil des darunter gelagerten Frachtguts sei zu sehen gewesen. Auch ein Teil der Decke sei eingestürzt. Einige der Passagiere mussten sich nach Angaben des Sprechers nach der Landung übergeben.

Passagiere berichteten am Flughafen von einer Explosion im Flugzeug, die Sauerstoffmasken seien von der Decke gefallen. «Eine Stunde nach Beginn des Fluges gab es eine Explosion, und das Flugzeug sank», sagte die 39 Jahre alte Marina Scaffidi aus Melbourne. «Es wurde windig in der Maschine.» Das Flugzeug habe sich über dem Südchinesischen Meer befunden, als die Besatzung die Passagiere über die Notlandung informiert habe. «Niemand wurde sehr hysterisch», sagte Scaffidi.

Qantas-Chef Geoff Dixon lobte die Geistesgegenwart der Piloten und der restlichen Besatzung. «Das war eine sehr ungewöhnliche Situation, und unsere Besatzung hat die Professionalität gezeigt, für die Qantas bekannt ist», sagte Dixon.

Flug QF30 von London nach Melbourne war kurz zuvor in Hongkong zwischengelandet. Die Passagiere wurden auf mehrere Hotels verteilt, während sie auf einen anderen Flug nach Australien warteten. (sda)

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