Aufrüstung: Notrufstellen für mehr Sicherheit in der S-Bahn
Aktualisiert

AufrüstungNotrufstellen für mehr Sicherheit in der S-Bahn

Die SBB wollen die Sicherheit in der Zürcher S-Bahn erhöhen: Sie installieren für 450  000 Franken Notrufstellen in jedem Waggon.

von
Regina Ryser

Zwei 16- und 17-jährige Jugendliche waren in der S9 unterwegs, als sie beim Bahnhof Uster von Unbekannten mit einem Messer bedroht und ausgeraubt wurden. So geschehen vor zehn Tagen. Wer bei solchen Szenen nicht hilflos zusehen möchte, kann neu in der S-Bahn nach Hilfe klingeln. «Wir rüsten alle älteren doppelstöckigen S-Bahnen mit Notrufstellen aus», bestätigt SBB-Sprecher Daniele Pallecchi auf Anfrage von 20 Minuten.

In jedem Waggon – direkt beim Eingang – werde schrittweise bis voraussichtlich Anfang 2011 eine Notrufstelle installiert. «So können die Pendler mit einem einzigen Knopfdruck – und ohne sich die Telefonnummer merken zu müssen – die Bahnpolizei direkt kontaktieren.» Diese leite in Notsituationen die entsprechenden Massnahmen ein und sorge dafür, dass die Ordnungskräfte so schnell wie möglich vor Ort seien.

Reagieren die SBB damit auf Überfälle wie kürzlich in der S9? «Wir möchten das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste stärken», erklärt Pallecchi. Dies ist den SBB rund 450  000 Franken wert. Bereits installiert und in Betrieb sind Notrufstellen in den neuen Siemens-Zügen sowie in acht Zugskompositionen der älteren S-Bahnen.

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