Fehlender Nachwuchs: Notstand bei den Samaritervereinen

Aktualisiert

Fehlender NachwuchsNotstand bei den Samaritervereinen

Für viele Junge aus der Region ist ehrenamtliche Nothilfe out. Samaritervereine ringen um Nachwuchs und kommen bei den Aufträgen kaum nach.

von
Leonie Kaiser

«Es wird immer schwieriger, genügend Samariter aufzubieten, um unseren ganzen Auf­gaben nachzukommen», sagt Beatrice Wessner, Präsidentin des Samariterverbandes beider Basel. Samariter sind bei Grümpelis, Marathonläufen und Vereinsanlässen vor Ort oder garantieren auch bei Grossanlässen wie der Euro 08 die rettende Hand. «Besonders junge Leute fehlen uns», so Wessner. Früher noch in fast jedem Dörfchen vertreten, gibt es heute noch 33 Samaritervereine mit rund 800 Mitgliedern – 10 Vereine sind in den letzten 15 Jahren eingegangen.

Besonders in Basel ist Samaritersein eine offenbar nicht allzu beliebte Beschäftigung: «Mittlerweile müssen wir das ganze Stadtgebiet abdecken», sagt Heinz Steck, Präsident des Riehener Samariterverbandes. Und auch da gibt es das Generationenproblem: Von den 67 Aktiven ist ein Drittel über 60 Jahre alt. «Wenn es so weitergeht, haben wir in zwei Jahren echte Probleme», so Steck. Ein Grund für das «Samaritersterben» könnte die Entlöhnung sein: «Wir verlangen nichts bis sehr wenig für Rettungseinsätze», so Wessner.

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