Slowakei: Notstand wegen fehlenden Ärzten ausgerufen
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SlowakeiNotstand wegen fehlenden Ärzten ausgerufen

Die slowakische Regierung hat am Montagabend den Notstand ausgerufen, um einen Kollaps im Gesundheitswesen zu verhindern. Rund 2000 der 7000 Spitalärzte hatten aus Protest gegen die schlechte Bezahlung gekündigt.

In der Slowakei kündigten mehr als ein Viertel aller Spitalärzte auf Dezember ihren Job. Nun müssen Sie weiter arbeiten - ohne dass ihren Forderungen nachgekommen wird. Denn nach der Verhängung des Notstandes kann die Regierung jetzt die Ärzte in 15 Spitälern zwingen, trotz ihrer Kündigung weiter zu arbeiten. Damit müssen keine Spitäler geschlossen werden.

Die Regierung hatte am Wochenende noch einmal vergeblich versucht, den Tarifstreit beizulegen. Sie bot den Ärzten 300 Euro mehr Gehalt an. Ein Spitalarzt in der Slowakei verdient derzeit rund 1600 Euro im Monat.

(sda)

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