Radikaler Schnitt: Novak Djokovic trennt sich von seinem Team
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Radikaler SchnittNovak Djokovic trennt sich von seinem Team

Es rumpelt weiter im Team des serbischen Tennisstars. Nach Boris Becker trennt sich Djokovic nun auch von Coach Marian Vajda.

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sep
Verlorenes Mojo: Novak Djokovic im Viertelfinal in Monte Carlo gegen Goffin. (21. April 2017)

Verlorenes Mojo: Novak Djokovic im Viertelfinal in Monte Carlo gegen Goffin. (21. April 2017)

Keystone

Novak Djokovic hat sich von seiner Betreuer-Crew um Trainer Marian Vajda getrennt. Der Serbe reagierte damit auf sportliche Rückschläge, die er zuletzt hatte einstecken müssen.

In die laufende Saison war Djokovic mit dem Turniersieg in Doha standesgemäss gestartet. Seit jenem Erfolg setzte es für ihn aber nur noch Enttäuschungen ab - mit dem frühen Ausscheiden im Australian Open als negativem Höhepunkt. In Melbourne scheiterte Djokovic in der 2. Runde am Usbeken Denis Istomin, der damaligen Nummer 117 im Ranking. Zur sportlichen Baisse gesellten sich körperliche Probleme. Djokovic machte während längerer Zeit eine Verletzung am rechten Ellbogen zu schaffen.

Zusammenarbeit mit Becker im Dezember beendet

Neben Vajda trennte sich die ehemalige Nummer 1 der Welt auch von seinem Fitnesscoach Gebhard Phil Gritsch und von Physiotherapeut Miljan Amanovic.

«Ich bin Marian, GG und Miljan ewig dankbar für ihre Freundschaft, Professionalität und Engagement in der letzten Dekade», sagte Djokovic über die langjährigen Teammitglieder. Er sei sich bewusst, dass sein Team «sich komplett dem Ziel untergeordnet» habe, ihm bei der «Erfüllung seiner Träume» zu helfen. «Sie sind meine Familie, und dies wird sich nie ändern.» Vajda und Amanovic begleiteten Djokovic seit über zehn Jahren, Gritsch stiess 2009 als Fitnesscoach zum Team des Serben.

«In meiner Karriere ging es immer nach oben»

Im vergangenen Dezember hatte Djokovic bereits die Zusammenarbeit mit Boris Becker beendet. Der Deutsche stand dem Serben während drei Jahren als Coach zur Seite. Nun will der Weltranglisten-Zweite zumindest vorerst ohne festen Trainer weitermachen. «Ich werde mir mit dem Entscheid Zeit lassen», sagte er zu einem möglichen Nachfolger.

«In meiner Karriere ging es immer nach oben, und im Moment erlebe ich, wie es ist, wenn es mal in die andere Richtung geht», sagte Djokovic weiter. Er sei aber voller Zuversicht, «stärker und konstanter» zurückzukommen. In der kommenden Woche steht Djokovic in Madrid am Start. Das French Open beginnt am 28. Mai.

(sep/sda)

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