Einreisekrimi – Wenden sich jetzt die Sponsoren von Novak Djokovic ab?
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EinreisekrimiWenden sich jetzt die Sponsoren von Novak Djokovic ab?

Was sagen eigentlich die Sponsoren zum Einreisekrimi rund um Novak Djokovic in Australian? Die meisten geben sich wortkarg. Doch hinter den Kulissen brodelt es wohl gewaltig.

von
Marcel Urech
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Lacoste, Peugeot, UKG, Head, Raiffeisen Bank International, Hublot – alle diese Unternehmen sind Sponsoren von Novak Djokovic.

Lacoste, Peugeot, UKG, Head, Raiffeisen Bank International, Hublot – alle diese Unternehmen sind Sponsoren von Novak Djokovic.

AFP
Auf Djokovics Einreisekrimi in Australien reagieren sie bis jetzt wortkarg.

Auf Djokovics Einreisekrimi in Australien reagieren sie bis jetzt wortkarg.

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Hinter den Kulissen soll es aber brodeln.

Hinter den Kulissen soll es aber brodeln.

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Darum gehts

  • Das Einreisedrama um Novak Djokovic in Australien nervt seine Sponsoren.

  • Öffentlich reagieren sie zurückhaltend und wortkarg.

  • Hinter den Kulissen gebe es aber wohl Verhandlungen über Vertragsauflösungen, sagt ein Experte.

Lacoste, Peugeot, UKG, Head, Raiffeisen Bank International, Hublot – das sind nur einige der Firmen, die Novak Djokovic als Sponsoren gewinnen konnte. Wie reagieren diese nun auf den Einreisekrimi in Australien? Zurückhaltend, schreibt der «Tages-Anzeiger». «Wir beobachten die aktuelle Situation sehr genau», sagt etwa Ingrid Ditz, Sprecherin von der Raiffeisen Bank International, der zweitgrössten Bank aus Österreich.

Peugeot, Lacoste und UKG wollten sich auf Anfrage der Zeitung nicht äussern. Und der Schweizer Uhrenhersteller Hublot gab sich wortkarg. Djokovic sei eine eigenständige Persönlichkeit, sagt Mediensprecherin Annabelle Galley, und man könne seine persönlichen Entscheide nicht kommentieren. «Hublot wird die Zusammenarbeit mit dem weltbesten Tennisspieler weiterführen.»

«Djokovic sollte sofort nach Hause reisen»

Nichts sagen und abwarten – ist das die richtige Strategie? Ja, sagt Christian Lang von der Universität St. Gallen: «Am besten warten Sponsoren ab, bis sich die Situation beruhigt.» Hinter den Kulissen gebe es aber «zweifellos» Verhandlungen über Vertragsauflösungen, sagt der Leiter der Sportmanagementfortbildung im «Tages-Anzeiger». Ähnliche Fälle habe es auch mit Lance Armstrong und Tiger Woods gegeben.

«Die Sportlerinnen und Sportler müssen heute nicht mehr nur im Wettkampf überzeugen.» Wer nicht integer und glaubwürdig wirke, werde für Sponsoren unattraktiv. Der Scherbenhaufen sei schon hoch, sagt Lang. «Djokovic müsste sich sofort entschuldigen und aufs Turnier verzichten. Er sollte sofort nach Hause reisen.»

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