Novartis-Chef Vasella: Keine Fusion mit Roche
Aktualisiert

Novartis-Chef Vasella: Keine Fusion mit Roche

Mit einem Grundsatzreferat von Novartis-Chef Daniel Vasella zu Höchstleistungen in der Pharmaforschung sowie der Verleihung der Swiss Economic Awards ging heute Freitag der Jubiläumskongress des Swiss Economic Forums zu Ende.

«Führt weniger Konkurrenz tatsächlich zu mehr Innovation? – Ich glaube nicht». So reagierte Novartis-Chef Daniel Vasella auf die Frage, ob eine Fusion mit Roche angesichts der steigenden Forschungsausgaben im Pharmabereich nicht zwingend erforderlich sei. Jahrelange, vergebliche Bemühungen, Roche einzuverleiben scheinen damit auf lange Sicht beerdigt zu sein.

Pharmaindustrie wichtig für die ganze Welt

Ausführlich legte Vasella dar, welche Bedeutung der Pharmaindustrie in der Schweiz und weltweit zukommt: Sinkende Sterblichkeit, weniger Krankheit und bessere Lebensqualität seien der Pharmaindustrie zu verdanken. Und dies nicht nur in der westlichen Welt, sondern auch in den Entwicklungsländern, wo Malaria beispielsweise dank Novartis-Medikamenten bekämpft werde, was WHO-Schätzungen zu Folge bereits über 200 000 Menschenleben gerettet habe.

Viele Höhepunkte am Swiss Economic Forum

Das Referat von Vasella war nur einer der Höhepunkte am diesjährigen Swiss Economic Forum (SEF). Am Jubiläumskongress zum zehnjährigen Bestehen referierten u. a. auch der russische Investor Viktor Vekselberg, Axel-Springer-Konzernchef Mathias Döpfner sowie die Bundesräte Doris Leuthard und Pascal Couchepin.

Die Gewinner

Gewinner der Swiss Economic Awards sind der Brillenhersteller Götti (Kategorie Produktion/Handel), der Spezialist für medizinische Kosmetik Anteis (Hightech/Biotech) sowie der IT- und Unterhaltungselektronik-Händler digitec (Dienstleistung).

SCC/Fredy Hämmerli

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