Novartis krebst bei Prexige zurück

Aktualisiert

Novartis krebst bei Prexige zurück

Der Rückzug des Arthritis-Medikaments Vioxx des US- Pharmakonzerns Merck hat nun doch Konsequenzen für das Novartis- Konkurrenzprodukt Prexige.

Der Basler Pharma-Riese hat in der EU den Zulassungsantrag für Prexige zurückgezogen.

Das Schmerzmittel Prexige gehört zur selben Wirkstoffklasse wie Vioxx, den sogenannten Cox-II-Inhibitoren. Merck hatte Vioxx Ende September unerwartet vom Markt genommen, weil bei der Einnahme das Risiko von Schlaganfällen und Herinfarkten erhöht wurde.

Novartis hatte in der Folge immer gesagt, dass die Nebenwirkungen wie bei Vioxx keine typischen Klasseneffekte der so genannten Coxibe seien. Prexige sei als einziges Medikament dieser Klasse in einer Langzeitstudie beobachtet worden.

Mit dem am Dienstag bekannt gegebenen Rückzug des Zulassungsantrags will Novartis das Resultat der European Medicines Agency (EMEA) für die Überprüfung von allen COX-2-Hemmern abwarten. Novartis bleibe Prexige verpflichtet und arbeite weiter eng mit den Aufsichtsbehörden zusammen, hiess es weiter. (sda)

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