Aktualisiert 19.04.2018 08:20

BaselNovartis legt kräftig zu

Der Pharmakonzern profitiert von Wechselkurseffekten und zwei Kassenschlagern. Im ersten Quartal wuchs der Umsatz um 10 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar.

von
bus
Novartis steigert den Umsatz im ersten Quartal des Jahres 2018.

Novartis steigert den Umsatz im ersten Quartal des Jahres 2018.

Keystone

Novartis hat zum Jahresauftakt unter anderem wegen günstiger Wechselkursverhältnisse kräftig zugelegt. Der Umsatz wuchs im ersten Quartal 2018 um 10 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis kletterte um 27 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieben 2,0 Milliarden Dollar, das sind 22 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode, wie der Basler Pharmakonzern am Donnerstag mitteilte.

Das operative Kernergebnis stieg um 11 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Bei den Kernergebnissen werden Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, der Einfluss akquisitionsbedingter Faktoren und andere Sondereffekte herausgerechnet. In Lokalwährungen gerechnet fiel das Wachstum etwas geringer aus: Der Umsatz stieg noch um 4 Prozent, der operative Gewinn um 17 Prozent, der operative Kerngewinn um 4 Prozent und der Reingewinn um 12 Prozent.

Zwei Medikamente sind Kassenschlager

Umsatztreiber waren vor allem das Herzmedikament Entresto mit einem Umsatzzuwachs in Lokalwährungen von 126 Prozent sowie das Schuppenflechtemittel Cosentyx, das über ein Drittel zulegte. Zudem sei der Onkologiebereich auf den Wachstumskurs zurückgekehrt, schreibt Novartis weiter. Dagegen bremste Preissenkungen und die Konkurrenz durch Generika.

Novartis hat zuletzt kräftig zugekauft. Ende 2017 gab der Konzern die Übernahme des französischen Krebsspezialisten Advanced Accelerator Applications für 3,9 Milliarden Dollar bekannt, vor wenigen Tagen nun den Kauf der US-Gentherapie-Firma Avexis für 8,7 Milliarden Dollar. Zugleich steigt der Konzern aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit GSK aus und verkauft seine Anteile für 13 Milliarden Dollar.

«Wir haben unsere Transformation zu einem fokussierteren Arzneimittelunternehmen fortgesetzt», liess sich der neue Novartis-Chef Vas Narasimhan in der Mitteilung zitieren. Von dem Verkauf der Joint-Venture-Beteiligung und den geplanten Übernahmen verspricht sich Narasimhan «erhebliche Umsätze, Kapitalerträge und innovative Forschungs- und Entwicklungsplattformen». (bus/sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.