Polizeischutz: NPD beschimpft CDU-Mann als «Quotenneger»
Aktualisiert

PolizeischutzNPD beschimpft CDU-Mann als «Quotenneger»

Nach verbalen Angriffen der rechtsextremistischen NPD steht ein dunkelhäutiger Wahlkämpfer der CDU Thüringen jetzt unter Polizeischutz.

Strafrechtliche Schritte würden mit der zuständigen Staatsanwaltschaft geprüft, sagte Innenminister Manfred Scherer am Mittwoch in Erfurt. Der 45-jährige Zaca Schall wirbt auf Grossplakaten neben Dieter Althaus für CDU-Stimmen zur Landtagswahl am 30. August.

Als Quotenneger beschimpft

In Pressemitteilungen hatte die NPD den gebürtigen Angolaner, der in Hildburghausen lebt, als «CDU-Quotenneger» bezeichnet und aufgefordert, in seiner Heimat ein neues Leben zu beginnen.

Scherer sagte, der Inhalt und die menschenverachtende Wortwahl der zwei NPD-Pressemitteilungen seien das beste Beispiel für die moralische und geistige Abgestumpftheit dieser Partei. «Drei Wochen vor der Landtagswahl zeigt die NPD damit ihren wahren Charakter». Dass die NPD die erste Pressemitteilung ausgerechnet an dem Tag versendet habe, an dem in Weimar der ersten demokratischen deutschen Verfassung gedacht wurde, führe die wahren Ziele der NPD einmal mehr vor Augen.

Schall ist Integrationsbeauftragter seiner Partei. Er war 1988 aus Angola nach Hildburghausen gekommen. (dapd)

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