Schutz & Rettung warnt - «Bitte machen Sie keine Testanrufe» – Störung bei Notfallnummern behoben
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Schutz & Rettung warnt«Bitte machen Sie keine Testanrufe» – Störung bei Notfallnummern behoben

Die Notrufkommunikation ist in zahlreichen Kantonen während Stunden unterbrochen gewesen. Laut Swisscom wurde die nun Panne behoben. Bei Schutz & Rettung Zürich bittet man, keine Testanrufe zu tätigen.

Florian Schneider, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, zur Störung der Notfallnummern.

BRK News

Darum gehts

  • Die Notfallnummern waren in weiten Teilen der Schweiz nicht erreichbar.

  • Mittlerweile wurde die Störung behoben.

  • Polizeien, Feuerwehren oder Sanitäten waren über andere Nummern erreichbar.

Störung in der Notrufkommunikation: In weiten Teilen der Schweiz sind am Donnerstagabend die Notfallnummern ausgefallen. Je nach Kanton waren die Nummern 112 und 117 betroffen, sowie 118 und 144.

Am Freitagmorgen schreibt die Swisscom, die Situation habe sich stabilisiert: «Sämtliche Telefonieservices inkl. Notrufnummern sind seit 7.53 Uhr wieder vollumfänglich verfügbar.» Die Swisscom habe die Fehlerquelle erfolgreich isoliert und arbeite weiterhin intensiv an der Analyse der Störungsursache. Die Systeme stehen weiterhin unter Beobachtung der Spezialisten, wie es in der Mitteilung heisst.

Weiterhin eingeschränkte Kontaktaufnahme bei Schutz & Rettung

Laut Swisscom und einigen Polizeistellen sind die Notfallnummern wieder erreichbar. Bei Schutz & Rettung Zürich heisst es, die Erreichbarkeit der Einsatzleitzentrale (ELZ) sei nach wie vor stark eingeschränkt.
«Von den Störungen sind vornehmlich Festnetzanschlüsse betroffen. Jedoch wurden auch Störungen auf dem Mobilfunknetz festgestellt. Somit ist bei Notrufen auf beiden Netzen mit starken Beeinträchtigungen zu rechnen», so die Mitteilung.

Für die Einsatzleitzentrale (ELZ) sei die Kontaktaufnahme zu den verschiedenen Rettungskräften von Feuerwehr und Rettungsdienst jederzeit über Digitalfunk und Pager gewährleistet. Hingegen sei die Kontaktaufnahme zu den Spitälern, Ärzten sowie Alters- und Pflegeheimen erheblich eingeschränkt. Schutz & Rettung Zürich sagt gegenüber 20 Minuten, dass man informiere sobald der «Sondermodus» beendet sei. Zudem wird gebeten, keine Testanrufe zu tätigen.

Schweizweite Störung

Die Störung betraf die Kantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Land, Bern, Freiburg, Graubünden, Genf, Jura, Luzern, Neuenburg, Schaffhausen, St. Gallen, Schwyz, Nidwalden, Obwalden, Uri, Zug, Tessin, Wallis, Waadt und Zürich.

Die Kantonspolizei Zürich konnte über andere Nummern erreicht werden. Die Liste finden Sie auf der Homepage von AlertSwiss. Die Einsatzfähigkeit der Kantonspolizei Zürich sei durch die Störung nicht beeinträchtigt worden, schreibt sie in einer Medienmitteilung.

Im Kanton Aargau wurden die Notfalltreffpunkte in den Gemeinden besetzt. Weitere Notfall-Ersatznummern findest du unten im Artikel.

Tech-Panne bei der Swisscom

Bei der Swisscom heisst es, dass Telefonieren über das Festnetz sei aktuell beeinträchtigt. Als Grund nennt der Telekom-Anbieter ein «Fehlverhalten innerhalb eines Data-Center Netzwerks der Business VoIP Plattform». Wann die Störung behoben wird, ist unklar.

Screenshot Swisscom

Auf eine Anfrage von 20 Minuten heisst es bei der Swisscom weiter: «Die Notrufe werden aus dem Festnetz sowie Mobile Netz bei Privatkunden weiterhin über die Notfallplattform (Dynamische-Leit-Weg-Lenkung) durchgestellt. Die intensiven Analysen mit dem Lieferanten und daraus umgesetzten Massnahmen haben keinen gewünschten Erfolg erzielt.» Man arbeite mit Hochdruck an der Behebung, so Swisscom-Sprecher Sepp Huber.

Letzte schweizweite Störung im Februar 2020

Im Februar 2020 gab es ebenfalls eine schweizweite Störung der Notfallnummern, die von einer technischen Panne der Swisscom ausging. Damals dauerte die Störung aber nur knapp zwei Stunden.

(kle/chk/lub)

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