Engpass bei Hartweizen - Nudeln, Couscous und Bulgur kosten wohl bald mehr
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Engpass bei Hartweizen Nudeln, Couscous und Bulgur kosten wohl bald mehr

Wetterextreme auf der ganzen Welt haben zu einer schlechten Hartweizenernte geführt. Darum könnte der Preis für Pasta jetzt steigen.

von
Barbara Scherer
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Wer gerne Pasta isst, muss vielleicht bald mehr für Nudeln bezahlen.

Wer gerne Pasta isst, muss vielleicht bald mehr für Nudeln bezahlen.

20min/Simon Glauser
Denn die Hartweizen-Ernte fällt dieses Jahr schlecht aus.

Denn die Hartweizen-Ernte fällt dieses Jahr schlecht aus.

Getty Images/iStockphoto
Schuld sind die Wetterextreme mit Hitze und Dürre in den USA und Kanada sowie mit Überschwemmungen in Mittel- und Osteuropa.

Schuld sind die Wetterextreme mit Hitze und Dürre in den USA und Kanada sowie mit Überschwemmungen in Mittel- und Osteuropa.

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Darum gehts

  • Die Hartweizen-Ernte ist schlecht.

  • Schuld sind Wettextreme in Amerika und Europa.

  • Das treibt die Preise in die Höhe.

  • Nun könnte auch die Pasta im Verkaufsregal teurer werden.

Schlechte Nachrichten für Pasta-Fans: Nudeln könnten teurer werden. Schuld sind die Wetterextreme mit Hitze und Dürre in den USA und Kanada sowie mit Überschwemmungen in Mittel- und Osteuropa: Das hat zu einer miserablen Hartweizen-Ernte geführt.

Nun fehlen mehrere Millionen Tonnen Hartweizen auf dem Weltmarkt. So liegt die Ernte auf einem 20-Jahres-Tief, wie die «Welt» schreibt. Der deutsche Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft geht davon aus, dass Nudelregale bald Lücken aufweisen könnten.

Gleichzeitig dürften die Preise für Pasta, Couscous und Bulgur für Konsumentinnen und Konsumenten steigen, wie es weiter heisst. Denn die Hartweizenpreise sind mit bis über 500 Euro pro Tonne mehr als doppelt so hoch wie vor einem Jahr.

Auch die Schweiz dürfte von dieser Entwicklung nicht verschont bleiben. Denn der Grossteil des Hartweizens hierzulande stammt aus den USA oder Kanada. Genauso bei Pasta aus Italien: Dort wird der grösste Teil des Hartweizens ebenfalls importiert.

Der Schweizerische Getreideproduzentenverband bestätigt in einem Schreiben auf seiner Homepage, dass der Handelspreis für Weizen so hoch ist wie seit Jahren nicht mehr. Brotgetreide sei aber nicht betroffen. Denn die Erntejahre 2017 bis 2020 seien sehr gut gewesen: Die heimischen Lager sind genug voll, wie es weiter heisst.

Das ist Hartweizen

Der Hartweizen ist nach Weichweizen die wirtschaftlich bedeutendste Weizen-Art. Er ist besonders proteinreich. Aus dem Griess des Hartweizens lassen sich elastische Teige gewinnen. Diese eignen sich zur Herstellung von Teigwaren. Aber auch Couscous und Bulgur werden aus Hartweizen hergestellt. Weichweizen auch als Brotweizen bekannt, hat ein weicheres, mehligeres Korn als Hartweizen. Daraus werden Brot, Backwaren und Futtermittel hergestellt.

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