Gebrüder Riklin: Null-Stern-Bett zieht ins Appenzellerland
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Gebrüder RiklinNull-Stern-Bett zieht ins Appenzellerland

Jetzt ist klar, wo das Null-Stern-Bett der Brüder Riklin diesen Sommer stehen wird: auf der Grenze zwischen den beiden Appenzell.

von
gts
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Das Null-Stern-Bett verbringt diesen Sommer auf der Grenze zwischen den beiden Appenzell.

Das Null-Stern-Bett verbringt diesen Sommer auf der Grenze zwischen den beiden Appenzell.

Claudiobaeggli.com
Hier kann man für 280 Franken pro Nacht schlafen (Hier: Das Bett im Safiental von letztem Jahr).

Hier kann man für 280 Franken pro Nacht schlafen (Hier: Das Bett im Safiental von letztem Jahr).

zvg
Im Preis inbegriffen ist ein Frühstück und ein Butler.

Im Preis inbegriffen ist ein Frühstück und ein Butler.

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Die Brüder Frank und Patrik Riklin belebten letztes Jahr ihr Konzept eines Null-Stern-Hotels neu im Bündner Safiental. Statt in einem Luftschutzkeller stand das Hotelbett nun auf der grünen Wiese. Ein Butler bediente die Gäste. Die Idee schlug ein: Weltweit berichteten die Medien über das Projekt, über 1000 Reservationen gingen ein.

Trotz des Erfolgs blieb das Null-Stern-Bett nicht im Safiental: Den Safiern war die Sache zu teuer und zu aufwändig. Auch mit anderen Bündner Destinationen, die Interesse zeigten, wurden sich die Riklins nicht einig. «Einige machten bereits einen Rückzieher, als wir Geld verlangten», sagt Patrik Riklin. Auch beim Konzept hätten sie keine Kompromisse gemacht. «Und schliesslich sollte es ein Ort sein, der uns umhaut und nicht völlig in der Pampa liegt», so Riklin.

Ein Butler aus der Umgebung

Jetzt haben die Konzeptkünstler einen Standort für 2017 gefunden: Für drei Monate soll das Bett auf der Grenze zwischen den beiden Appenzell zu stehen kommen. Wo genau, wird noch geheim gehalten.

Voraussichtlich ab Anfang Juni kann das Bett gebucht werden. «Wir gehen davon aus, dass das Bett jeweils für eine Nacht gebucht wird», so Urs Berger von Appenzellerland Tourismus AR. «Theoretisch könnte man aber auch länger bleiben.» Wiederum steht den Gästen ein Butler zur Verfügung, der aus der Umgebung stammt. Derzeit laufe die Suche nach geeigneten Kandidaten, so Berger.

«Da das Bett letztes Jahr ein enormes Echo ausgelöst hat, hoffen wir dadurch die Gespräche über unsere Region zu fördern», so Berger. Ausserdem sei es natürlich eine weitere Touristenattraktion.

Eine Alphütte fürs Regenwetter

Angeboten wird das Null-Stern-Bett für 280 Franken pro Nacht. Der Butler und ein Frühstück sind inbegriffen.«Bei schlechtem Wetter steht ein Zimmer in einer Alphütte in 200 Metern Entfernung zur Verfügung», so Berger. Hier könne man auch die Toilette benutzten.

Ob das Bett nächstes Jahr wieder in der Region zu finden ist, sei noch unklar. «Das hängt stark von der Nachfrage und dem Feedback ab», so Berger. Wieviel Appenzellerland Tourismus für das Projekt bezahlt, bleibt geheim. Die Zusammenarbeit mit den Riklins beschreibt Berger als entspannt. «Ich sehe das Ganze eher durch die Tourismusbrille, sie eher von der künstlerischen Seite», sagt er, «insgesamt hat es aber gepasst.»

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