Aktualisiert 08.12.2011 19:35

Bern

«Null Toleranz gegenüber Aggression»

16 Betriebe haben ein Security-Konzept unterzeichnet (siehe Box), darunter auch der Berner In-Club Liquid. Besitzer Stephan Zesiger erklärt, warum.

von
Nathalie Jufer
Stephan Zesiger will mit dem Security-Konzept noch sicherer werden. Foto: o. oettli

Stephan Zesiger will mit dem Security-Konzept noch sicherer werden. Foto: o. oettli

Sehen Sie die Notwendigkeit des neuen Security-Konzepts?

Stephan Zesiger: Ja. Gewalt ist ein No-Go, geschäftsschädigend und für alle Beteiligten demotivierend. Am Ziel, eine sichere Ausgangsmeile zu schaffen, muss aber weiterhin konsequent gearbeitet werden.

Wie wird dieses Security-Konzept umgesetzt werden?

Wichtig werden dabei die Round-Tables sein, an denen Klubbesitzer mit Behördenvertretern zusammensitzen und Lösungen erarbeiten.

Hat sich der Liquid-Club schnell entschieden, zu unterzeichen?

Ja. Wir stehen für Null-Toleranz gegenüber jeder Form von Aggression. Dies soll auch gelten, wenn sich unsere Gäste auf den Heimweg begeben.

Besteht nicht die Gefahr, dass dieses Konzept nur auf dem Papier existiert und nicht wirklich umgesetzt wird?

Absichtserklärungen allein genügen nicht. Wie ernsthaft die Beteiligten an einer Verbesserung interessiert sind, wird sich zeigen.

Haben Sie Bedenken, dass ihre Besucher sich durch die verstärkte Polizeipräsenz eingeschränkt fühlen?

Nein. Wir und auch unsere Gäste sind für die – meiner Meinung nach sehr gute –Polizeiarbeit dankbar.

Darum gehts im Security-Konzept

Für mehr Sicherheit und Attraktivität der Ausgehmeile haben die IG Aarbergergasse, Kapo, Regierungsstatthalteramt und Stadt im Sommer gewisse Massnahmen beschlossen – so etwa ein Security-Konzept für alle Betriebe mit Überzeitbewilligung. Darin soll jeder Club einen Abendverantwortlichen bezeichnen, der den Kontakt mit den Behörden aufrechterhält. Ausserdem Teil des Konzepts: verstärkte Präsenz der Polizei, Massnahmen gegen Littering und höhere Anforderungen an die Grundausbildung der Sicherheitsdienste. Alle 16 Clubs haben die «Charta» unterzeichnet.

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